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auf, als den Ausdruck der ſchwermüthigen, und dennoch nicht völlig hoffnungsloſen Stimmung eines gereiften Staatsmannes und warmen Patrioten, ſo gewinnt es ein Intereſſe, welches Joh. von Müllers welthiſtoriſcher und allgemeiner Standpunct in ſolcher Art nicht wohl erwecken kann.
Zurich hat vorgothiſche und gothiſche Kirchen von gutem Entwurf und ſehr einfacher Ausführung. In letzter Zeit hat man die Stadt in verſchiedenen Richtungen erweitert, breite Straßen ausgeſteckt, anſehnliche Gebäude erbaut, die mit der engen Anlage der alten Stadt ſo leicht nicht werden in Ueber⸗ einſtimmung zu ſtellen ſeyn. Eine der unvergleichlichen alten Linden, zu den ſchönſten Alterthümern Zürichs gehörend, iſt auf dieſe Veranlaſſung herrenlos worden und in die neuen Bau⸗ plätze hineingerathen, man weiß nicht wie. Es ſchien für dieſen ſchönen Baum viel Antheil gefühlt zu werden. Indeß hatte man in den Verſchönerungsplänen nun einmal, auf dem Papier, ſich feſtgebaut, und würde eher dieſes Werk dreyer Jahrhunderte zerſtören, als das Papier, auf welchem der Plan gezeichnet iſt, durch eine Correctur, durch ein Pentimento, be⸗ ſchmutzen wollen. Alſo, wie überall, ſo auch hier, verſchmähet man jene Zufälligkeiten, welche dem fruchtbaren, geſtaltenreichen Sinne bey neuen Anlagen dieſer Art ſtets erwuͤnſcht und huͤlf— reich entgegenkommen. Von vorn herein, von Grund aus, ſoll jegliches ganz neu hergeſtellt werden.— Wie conſequent iſt nicht das Menſchengeſchlecht! oder auch, wie monoton!
Das Verhältniß der Städter zum platten Lande ward mir ſehr verſchieden dargeſtellt. Der Commis des Hauſes, an welches ich empfohlen war, ſagte mir abends, daß man in Zürich mit ländlichem Grundbeſitze ſich wenig befaſſe. Die Capitalien, die im Handel ſich nicht verwerthen laſſen, lege man auf Hypotheken. Das Land ſey der Stadt ſehr ver— ſchuldet. Hingegen meldete Hottinger, daß Landbeſitz in Zürich
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