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mir ins Gedächtniß zu faſſen, in ſo weit er ſelbſt es offen darlegen und zeigen wollte.— Ich ſuchte mir deutlich zu ma⸗ chen, was dem deutſchen Profeſſioniſten, wenn ſein Schutzengel vor ſtädtiſcher Sittenverderbniß ihn bewahrt, oder vor Zei⸗ tungspolitik und Demagogen, jenes ſichere und feſte auf ſich ſelbſt beruhen ertheilt, dem Niemand ſo leicht die gebührende Achtung verſagen wird. Es ſcheint mir darin zu liegen, daß ihm die Zeit fehlt, verderblichen Grillen und unabreißlichen Leidenſchaften ſich hinzugeben. Daher wenigſtens ſeine Ruhe und Sammlung. Die Friſche und lebhafte Spannung aber, mit welcher ſich darbietendes ergötzliche er auffaßt, entſtehet uͤberall, wo des Lebens Freuden nicht gar zu mühelos ge— wonnen werden.
Das Zuger Unterland iſt voller Waldſtreifen und kleinerer Gehölze, deren Lage und Richtung die Abſicht verräth, den rauhen Bergwinden den Zugang zu wehren. Ob nicht unſere engliſirenden Gärtner ſammt und ſonders auf einige Jahre hieher zu ſenden wären, um ihre chineſiſche Schuppen abzu— ſtreifen und für ländliche Schönheit ihren Sinn und Geſchmack zu bilden?— Hier iſt eben nur Feld und Wieſe und ver— ſtreuter Baumwuchs; ſelten ragt einmal ein ferner Berg, oder naher Hügel über den Wald hinaus. Und dennoch, ſo viel maleriſcher Reiz, ſo viel Wechſel, bey ſo viel Vernunft und ländlicher Ordnung!
Das Züricher Land erſcheint denn im Gegenſatze um vieles dürftiger; man würde ſagen, proſaiſcher; doch ſcheint mir dieſer Ausdruck keinen ſo ganz klaren Sinn zu geben.
Es war ein ungewöhnlich heiſſer Tag, der, an welchem ich mittags in Zürich anlangte, zu ſpät, um noch an der erſten, zu früh, um an der zweyten Tafel zu ſpeiſen; weßhalb ich nach einigen Ruheſtunden mich genöthigt ſah, an einem der Luſtorte am See mir ein Mittagseſſen aufzuſuchen. Dort er⸗


