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Reise durch die östlichen Bundesstaaten in die Lombardey und zurück über die Schweiz und den oberen Rhein, in besonderer Beziehung auf Völkerkunde, Landbau und Staatswirthschaft / von C. F. von Rumohr
Entstehung
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Wald-, Trift⸗ und Weidebenutzung ſind ausgeſondert worden, pflegen irgend ein Hinderniß des Anbau's zu enthalten, das mehr noch, als das Bedürfniß ſelbſt, den Gemeinweiden ihre lange Dauer möchte geſichert haben. Entweder ſind ſie ſteinicht, felſicht, ſteil; oder, wenn ſie eben ſind, periodiſchen Ueber⸗ ſchwemmungen ausgeſetzt. Wenn nun Gemeinweiden vertheilt werden, mag freylich bey abhängigem und felſigem Boden dem Fleiße der einzelnen all und jegliches zu überlaſſen ſeyn; hin⸗ gegen ſollten bey ebeneren Gründen Nivellirungen des Bodens den Gemeinheitstheilungen ſtets vorangehn, auf welche ſodann die Anlage der Hauptabzugsgräben zu gründen wäre. Wann das Gemeingut einmal in viele Privatbeſitzungen zerſplittert iſt, hält es ſchwer, fällt es oft unmöglich, ſo viel einzelne Stimmen für großartige Veranſtaltungen zu gewinnen, deren Vortheile einzuſehn, mehr Bildung, Nachdenken, Vorausſicht erheiſcht, als der Menge wohl beyzuwohnen pflegt. Und mag es daher ſich erklären laſſen, daß auf dem Wege von Perle⸗ berg nach Berlin die neuerlich getheilte Gemeinweide des Städt chens Frieſack gegenwärtig ein ſo gar planloſes, buntſchäckiges Anſehn gewährt. Allerdings haben vereinzelte Theilhaber durch breite Gräben örtlich gegen die winterliche Feuchtigkeit ſich zu ſchützen geſucht; doch ohne ſonderlichen Erfolg, weil ein Haupt graben fehlt, deſſen Herſtellung und Erhaltung eine Gemeinde angelegenheit hätte ſeyn und bleiben müſſen; vielmehr bey der weiten Ausdehnung jener niedrigen Ebene, die bey Frieſack beginnt, einer fortbeſtehenden Vereinigung unter allen darin betheiligten Communen.

Zwey ſehr gleichartige Niederungen laufen in dieſer Ge⸗ gend einander faſt parallel, doch bey entgegengeſetzter Richtung ihrer ſanftabfallenden Neigung; beide ſind der Boden und Niederſchlag hier vormals ſtagnirender Gewäſſer. Die eine, worin Ludwigsluſt gelegen iſt, hat bey weſtlicher Richtung ein