VIII
Unerwartet entdeckte ich vor einiger Zeit, daß meine Wuͤnſche der langerſehnten Erfuͤllung ſchon naͤher ſtehen, als ich bis dahin zu hoffen gewagt hatte. Denn, gleiche Beduͤrfniſſe haben an mehr, als einer Stelle Berieſelungen hervorgerufen, deren in die Augen fallende Erfolge wieder— um zur Nachahmung anreizten und mit der Idee die Sache ſelbſt in immer weiteren Kreiſen verbreiteten.
Im Privatleben, was allerdings vorangehen mußte, iſt dieſe hochwichtige Angelegenheit alſo bereits feſt eingewurzelt. Indeß hat ſie zugleich auf das oͤffentliche Beziehungen, denen man bisher wenig Aufmerkſamkeit zugewendet hat.
Ein fluͤchtiger Blick auf die Geſchichte unſerer laͤnd⸗ lichen Verhaͤltniſſe innerhalb der letzten ſechs Jahrhunderte, wird uns zeigen, ſowohl aus welchem Grunde die Staats⸗ regierungen bisher die Angelegenheit der Bewaͤſſerung un— beachtet konnten zur Seite liegen laſſen, als auch weßhalb es gegenwaͤrtig ihre naͤchſte und dringendſte Pflicht iſt, derſelben ſich anzunehmen.
In verſchiedenen Gegenden unſeres Vaterlandes zeigen ſich vereinzelte Bewaͤſſerungsſyſteme von meiſt geringer Aus— dehnung, deren Andenken haͤufig bis in das zwoͤlfte und
folgende Jahrhundert hinaufreicht. Dieſe konnten indeß
— —
über
ſich ſplitte ſeinen Fotm durch ſtande
und


