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Der Gall'sche oder rheinländische Dampf-Brennapparat in seiner höchsten Vereinfachung : nebst gelegentl. Beleuchtungen einiger ander Dampf-Brennapparate / Ludwig Gall
Entstehung
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Es bleibt mir hiernach nur noch übrig, diesen Beweis, dass die Dampf-Erzeugungsfähigkeit des Kessels von der Menge des darin enthaltenen Wassers ganz unabhängig ist, ans der eigenen Schrift des Hrn. Dr. Lüdersdorf zu belegen. Das soil hier ge- schehen. Hr. Pistorius hat seine eigene Vorschrift(S.23.), dass der Kessel doppelt so viel Wasser fassen müsse, als Flüssigkeit destillirt werden soll, nicht befolgt, sondern(nach S. 42.) um 1200 Quart Maische zu destilliren, nur mit 1500 Quart Wasser gefüllt, obgleich ‚er(nach S, 22.) durch Versuche gefunden hatte, dass circa 50 2 an Zeit und circa 30% an Brennmaterial erspart werden würden, wenn er den Kessel mit 2400 Quart Wasser gefüllt hätte!! Hr. P. scheint also seinen eignen Versu- chen selber nicht sonderlich zu trauen. Nach Seite 43 wird die- ser Kessel aus einem zweilen mit einer Druskpumpe versehenen Kessel, erst nach jedem dritten Abtriebe wieder gespeist. Wenn nun, um 4200 Quart kalte Maische zum Sieden zu bringen, wenigstens 220 Quart, und um allen Weingeist daraus zu schei- den, 300 Quart\Vasser aus dem Kessel verdampft werden müs- sen; wenn ferner, um die zweiten 1200 Quart Maische bis zum Siedepunkte zu erhitzen, noch 80 Quart, und um auch daraus allen Weingeist zu scheiden, wieder 300@Quart\WVasser, über- haupt also zum Abtreiben von 2400 Quart Maische 900 Quart Wasser aus dem Kessel verdampft werden müssen; so bleiben offenbar zum Destilliren der dritten Füllung von 1200 Quart nur 600 Quart Wasser im Dempfkessel. Nun bitten wir Hrn, Pisto- rius und seinen Schriftverfasser, den Hrn. Dr. Lüdersdorf, uns zu erklären, wie es kommt, dass zum Destilliren der dritten Füllung von 1200 Quart Maische 600 Quart Wasser im Dampf- kessel hinreichen, während sie zum Destilliren der ersten Füllung doch 1500 Quart Wasser für nötbig halten und nach ihrer wun- derlichen Theorie wenn man diesen Namen bilossen, aller wissenschaftlichen Begründung ermangelnden Einfällen beilegen kann gar ein Dampfkessel von 2400 Quart Wasserinhalt- hätte angewendet werden sollen? In noch grössere Verlegenheit wür-

den die Herren wahrscheinlich gerathen, wenn sie einen ver-

nünftigen Grund dafür angeben sollten, warum sie zur Vorer- wärmung des Speisewassers einen zweiten Kessel anwenden und zur Speisung des Dampfkessels einer Druckpumpe bedürfen, während, wenn bei Construction eines Dampf-Apparats die Ge- setze der Dampferzeugung, der Dampfausströmung und des Wi-