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E.
130. Die Koppelwirthſchaft der Gebirgslaͤn⸗ der findet ſich in mehren Gebirgsgegenden des ſuͤdlichen Deutſchlands, in Salzburg, Steiermark, Kaͤrnthen, und unterſcheidet ſich von den vorigen dadurch, daß ſie einen kuͤrzeren Umlauf hat, auf kleinen Flaͤchen betrieben wird, keine Brache haͤlt, und viel oͤfter, auch jedesmal vor der letz⸗ ten Frucht, duͤngt, dadurch aber in dem feuchten, dem Gras⸗ wuchs foͤrdernden Klima, wo ſie zu finden iſt, einen ſo uͤppi⸗ gen Graswuchs herxvorbringt, daß, ſelbſt ohne Anſaat von Klee, doch gleich im erſten Jahre das zu Gras niedergelegte Land, welches hier nicht Dreiſch, ſondern Egarten oder vielmehr Oedgarten genannt wird,(daher auch der Name: „Egartenwirthſchaft“) einen vollen Heuſchnitt liefert. Fruchtfolgen dieſer Art ſind:
a. 1) Winterroggen geduͤngt; 2) Saemineneizen geduͤngt;
3) u. 4) Egarten.
b. 1) Sommerweizen ungeduͤngt; 2) Hafer ungedütegt 3) Winterroggen geduͤngt; 4)— 6) Egarten.
Auch im ſaͤchſiſchen! Erzgebirge findet etwas Aehnliches Statt, indem man das entferntere, nicht bequem gelegene Land laͤngere Zeit unter dem Namen Lehden oder Legden, auch Driſchland un⸗
bebaut liegen laͤßt, es waͤhrend dieſer Zeit als Wieſe und Weide benutzt, und dann wieder mehre Jahre hintereinander mit ver⸗ ſchiedenen Fruͤchten beſtellt. Es geſchieht ſolches jedoch nicht re⸗ gelmaͤßig genug, um dieſe Wirthſchaftsweiſe mit unter die Kop⸗ pelwirthſchaften ſtellen zu koͤnnen.
III, Fruchtwechſelwirthſchaften.
131. Die Fruchtwechſelwirthſchaften ſind auf die Regel
des Fruchtwechſels gegruͤndet; dieſe aber beſteht darin, daß wo moͤglich nie zwei Gewaͤchſe gleicher Art, am wenigſten zwei Halmfruͤchte, unmittelbar hintereinander angebaut, ſon⸗ dern dazwiſchen Gewaͤchſe anderer Natur gebracht werden ſol⸗ len, die hinſichtlich ihrer Ernaͤhrung andere Anforderungen machen, oder den Boden in einem Zuſtande zuruͤcklaſſen, in welchem er mit geringerer Muͤhe zur Aufnahme der folgenden 2
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