Teil eines Werkes 
2/3: Zweite u. dritte Abt., Viehzucht und Gewerbelehre
Entstehung
Einzelbild herunterladen

164

Die Koppeln oder Feldeintheilungen ſind mit Waͤllen, worauf ſtarke Hecken, die ſogenannten Knicke, von verſchie⸗ denen Holzarten ſtehen, umgeben. Die Zahl dieſer Koppeln

wechſelt gewoͤhnlich zwiſchen zehn und vierzehn. Die Frucht⸗

folge dabei iſt mehrentheils folgende: 1) Brache geduͤngt; 2) Wintergetreide; 3) Sommergetreide; 4) Winter⸗ und Sommergetreide; 5) Sommergetreide; 6) 10) Weide, (Dreiſch). Hat man mehr Koppeln, ſo hat man noch ein Saatjahr und nach Befinden ein oder zwei Weidejahre mehr. Neuere Verbeſſerungen: Verringerung der Koppeln; Anlage von Ne⸗ benkoppeln; Mergeln; beſſere Bodenkultur; Rapsbau; Ausſaat von Klee. 1) Dreiſchhafer; 2) Brache geduͤngt; 3) Raps; 4) Wintergetreide; 5) u. 6) Sommergezreide; 7) Klee; 8) 10) Weide.

129. Die Mecklenburgiſche Koppelwirthchaft iſt aus der Holſteinſchen entſtanden, und unterſcheidet ſich von dieſer vornehmlich dadurch, daß ſie mehr auf den Korn⸗ bau Ruͤckſicht nimmt, das Nutzvieh nur als ein nothwendiges Uebel, ohne das es keinen Duͤnger gibt, betrachtet; es da⸗ her ſo knapp wie moͤglich haͤlt, und nur mit wenig Aufmerk ſamkeit behandelt, dagegen das Ackerwerk, beſonders bei der Brache, uͤberaus ſorgſam, nur etwas einſeitig betreibt.

Was der Holſteiner Koppel nennt, heißt der Mecklen burger:Schlag weil er ſeine Feldabtheilungen nicht mit Hecken umgibt, nicht verkoppelt. Die Zahl dieſer Schlaͤge iſt ſehr verſchieden, und es iſt viel und lange daruͤber ge⸗ ſtritten worden, welches die vortheilhafteſte ſei; doch findet man nie weniger, als ſechs, und ſelten mehr, als zwoͤlf. Die Wirthſchaften, welche neun Schlaͤge und daruͤber haben, begnuͤgen ſich in der Regel nicht mit einer Brache, ſondern haben deren zwei, wovon die erſte nach dem Umbruch des Dreiſches nicht geduͤngt, und Aufbruchs-Dreiſch, rauhe Brache genannt wird; wenn nach dieſer der Acker einige Ern ten getragen hat, erhaͤlt er die zweite, geduͤngte Brache, die

Miſt⸗Mittel⸗ oder muͤrbe Brache. Als erſte Frucht

nach jeder Brache nimmt man ſtets Wintergetreide, als zweite

eine Eo ſclagft Neuerer g den Beiſpiele Siebenſe

Oo öhrſh mer Sor V Auß groͤßten nehmen, Reben⸗ das ern Daͤngerr Außenla es auf Koppelt nende 4 zu 2 zunächt ſtand ſi

Gegenden 8 den ekanaten benden Lein, Ko

So vor der doch aue heſſerung fg zu ſchaſen.