Teil eines Werkes 
1: Erste Abth. Ackerbau
Entstehung
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Kanarien⸗ ſaamen.

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ſortenweis(große, mittlere und kleine) zum Verkauf in Buͤndel von 100 Stuͤcken zuſammengebunden. Um dieß zu erleichtern, laͤßt man bei der Ernte wenigſtens Elle des Blumenſtengels an ihnen.

Der Acker gibt 60,000 100,000 Diſteln von allen Groͤßen.

318. Der Kanarienſaamen, Phalaris cana- riensis, kommt in ſeinen Anforderungen hinſichtlich des Bodens, der Dungkraft und der Beſtellung ganz mit der Hirſe uͤberein, daher daruͤber weiter nichts zu ſagen iſt, als daß er gemeiniglich auf ein Feld gebracht wird, wo nach der gewoͤhnlichen Ordnung Gerſte hinkommen wuͤrde, und daß auf ein Acker ¼ Schffl. Saamen erfor⸗ derlich iſt.

Geerntet wird er, ſobald Stroh und Koͤrner eine gelbe Farbe bekommen; man bindet ihn in kleine Bunde und bringt dieſe in der Scheune auf Haufen, damit ſie ſich ein wenig erhitzen, wodurch das Dreſchen erleichtert wird.

319. Schließlich ſei noch der Cichorie, Cichorium Intybus, gedacht, die in manchen Gegenden, ſonſt haͤufi ger als jetzt, ſtark angebaut wird.

Ihre Beſtellung iſt ganz ſo wie die der Moͤhren, nur vertraͤgt ſie friſche Miſtduͤngung beſſer. An Saamen ſind pr. Acker erforderlich 4 5 Pfund; geſaͤet wird von Mitte April's bis Ende Mai's.

Die Ernte beginnt im Juli, und dauert bis in den September, denn die Wurzeln werden nicht zu gleicher Zeit taugbar, daher mit dem Spaten oder der Gabel nach und nach herausgehoben, ſobald die unteren Blaͤtter anfangen, gelb zu werden. Je tiefer der Boden, deſto reichlicher wird die Ernte. Die Blaͤtter geben ein gutes

Viehfutter.

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