— 88— Wir ſehen, daß eben daſſelbe Geſchwätz über die Urſachen der Theurung, und die Mittel ihr abzu⸗ belfen, in den engliſchen Bierhäuſern und Aſſembleen,
zwiſchendurch doch auch im Parlemente getrieben wird,
wie in den unſrigen, und daß dieſes Geſchwätz zum Theil mit die Urſach ſey, warum man keine beſſere Maaßregeln ergreift, oder die fehlerhaften nicht auf⸗ giebt. Es muß jedem Landwirthe angenehm und nützlich ſeyn, die Schwäche dieſer veralteten, aber tief eingewurzelten Meynungen, und die auffallendſten Ge⸗ gengründe kennen zu lernen. Man hat bey uns die Invektiven und Karikatur⸗Kupfer gegen die engliſchen Pächter in manchen Journalen und mit großem Bey⸗ fall aufgenommen; ſo iſt es aber auch gut, daß man wiſſe, was denkende Leute in England darüber ur⸗ theilen. In ſofern iſt dieſe Abhandlung für uns nütz⸗ lich und intereſſant. Uebrigens werden die, welche Münchhauſen, Fiſcher, Büſch und Normann nicht hörten, durch dieſen brittiſchen Wundarzt von ihrer Taubheit nicht geheilet werden.
Man erſiehek daraus, daß nach den Begriffen der Städter der Landmann nichts ſo ſehr als recht ſchlechte Erndten wünſche, und daß der Kornhändler ſein Getreide heimlicher Weiſe verbrenne, damit es theuer werde. Der ſchlechte Kornertrag rührk, ihrer Ueberzeugung nach, daher, daß der Landmann zu reich geworden ſey, folglich auf ſeinen Acker nichts mehr verwende, dann aber ſein Getreide in der Er⸗ wartung immer höherer Preiſe zurückhalte, bis es ver⸗


