eingeſehen hak, wuͤrden ſich wohl die meiſten Finanz⸗
Adminiſtrationen geneigt finden laſſen, alle Staats⸗ bedürfniſſe durch eine direkte Auflage auf das Ein⸗ kommen zu heben; wenn man nur ein ſicheres Mittel hätte, ſolches zu erforſchen. In verſchiedenen klei⸗ nern Staaten hat man es von alten Zeiten her den Bürgern auf Eid und Gewiſſen überlaſſen, eine ge⸗ wiſſe Quote von ihrem aktiven Vermögen jährlich in den öffentlichen Schatzkaſten einzulegen, und man iſt bisher überzeugt, daß dieſes von dem bey weitem größern Theile mit ſtrenger Religioſität geſchehe. Bey einer Nation, wo dieſes ſeit uralten Zeiten ſo her⸗ gebracht iſt, wo die Staatslaſten mäßig ſind, und wo die Ueberzeugung herrſcht, daß die öffentlichen Gelder treu und zweckmäßig verwandt werden, glau⸗ be ich in der That, daß eine beſondere Gewiſſenhaf⸗ tigkeit in dieſem Stücke ſich vererbe. Aber unmög⸗ lich würde die Einſührung dieſer Beſteurungsmethode da ſeyn, wo es gleichſam ſchon zum guten Ton ge⸗ worden iſt, die Staats⸗Einkünſte zu defraudiren.
Des Verf. beſonderer Vorſchlag, das Einkom⸗ men eines jeden durch nachbarliche Taxatoren aus⸗ mitteln zu laſſen, mag da anwendbar ſeyn, wo noch ein gewiſſer Grad von öffentlichem Geiſte(public spirit) herrſcht, und wo ſich jeder ehrliche Mann in einer Gemeinde zur Uebernahme dieſes Geſchäfts in⸗ nig verpflichtet fühlt. Wo das nicht iſt, wo ſich eine gewiſſe Gleichguͤltigkeit gegen das allgemeine Beſte eingewurzelt und dem kleinlichen Egovismus Platz ge⸗


