Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1806) Einleitung zur Kenntniß der englischen Landwirthschaft und ihrer neueren practischen und theoretischen Fortschritte. Bd. 1
Entstehung
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in einer Reihe von 6 oder 9 Jahren einmal eine Ausnahme erleiden muß, ſo wird ſeine Befolgung im Uebrigen dennoch nicht ganz unbelohnt bleiben. Bey der Jahrwechſelwirthſchaft herrſcht es am auf⸗ fallendſten, und deshalb iſt dieſe, wenn die Ver⸗ haͤltniſſe es erlauben, die eintraͤglichſte, und iſt da⸗ her vorzugsweiſe Fruchtwechſelwirthſchaft genannt worden.

Eben ſo wenig iſt Stallfutterung oder Weide mit einem Ackerſyſteme unbedingt verbunden. Man hat bey der reinen Felderwirthſchaft, wo nur ver⸗ kaͤufliche Fruͤchte auf dem Acker gebauet werden, das Vieh von natuͤrlichen oder kuͤnſtlichen Wieſen auf dem Stalle gefuttert. Man hat bey der Schlag⸗ wirthſchaft die Graskoppeln mit hohen Maͤhegraͤſern, mit Luͤcerne und mit Esparcette niedergelegt, und ſolche zur Stallfutterung gebraucht. Dagegen hat man auch bey der Jahrwechſelwirthſchaft die Klee⸗, Wicken- und Ruͤbenſchlaͤge vom Vieh abfreſſen laſ⸗ ſen, und in England ſelbſt geſchiehet dies am haͤu ſigſten. Man treibt die Schweine ſogar in dieſe Felder. Aber beſſer paßt ohne Zweifel Stallfutte⸗ rung zur Jahrwechſel⸗, Weide zur Schlagwechſel⸗ wirthſchaft.

Noch ungegruͤndeter iſt es, wenn Einige, die alles, was zum engliſchen Ackerbau gehoͤrt, mit ein⸗ ander verwechſeln, geglaubt haben, das Drillſaͤen gehoͤre zu jener Fruchtfolge. Vielmehr haben ei⸗ nige Englaͤnder Schwierigkeit gefunden, es damit