Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1806) Einleitung zur Kenntniß der englischen Landwirthschaft und ihrer neueren practischen und theoretischen Fortschritte. Bd. 1
Entstehung
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Gelegenheit haben, aufgemuntert werden: ſo muß nothwendig die Population weit mehr dabey zuneh⸗ men. Wo es hingegen nur kleinere und aͤrmere Paͤchter giebt, da werden faſt gar keine Tageloͤhner gebraucht.

Ich weiß auch nicht, daß man dieſen Grundſatz in England neuerlich bezweifelt haͤtte. Indeſſen ward doch 1795 bey der großen Korn⸗Theurung im Oberhauſe behauptet, es ruhre ſolche hauptſaͤchlich von der immer mehr uͤberhand nehmenden Zuſam⸗ menziehung der Hoͤfe her. Die wohlhabenden Far⸗ mers faͤnden ſich im Stande, das Korn zuruͤckzu⸗ halten und die Preiſe aufs hoͤchſte zu treiben. Die Kleineren wuͤrden ſchon gezwungen ſeyn, es zu Markte zu bringen, wenn ſich der Ackerbau nur noch mehr in ihren Haͤnden befaͤnde. Den Lords und großen Landeigenthuͤmern ſollte daher die Ver⸗ pflichtung auferlegt werden, die zuſammengezogenen Farms wieder zu theilen und keinem Farmer mehr als einen zu verpachten. Wie ich glaube, ließ man

dieſe Motion von ſelbſt fallen, obgleich mehrere fuͤr

ſie redeten. Vermuthlich ſahen die Einſichtsvolleren ein, daß man dadurch grade die Sache ſchlimmer machen und das Eigenthum des Korns, in ſo be⸗ draͤngten Zeiten, ganz in den Haͤnden einer intereſ⸗ ſirteren Claſſe von Menſchen, der Korn⸗Aufkaͤufer und Speculanten, ſehen wuͤrde, die dann gewiß keine billigere Preiſe ſetzen moͤgten. Da man dies in teutſchen Staaten, wo der meiſte Ackerbau von armſeligen Bauern getrieben wird, durch alle Ver⸗

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