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Erster Band (1811) Begründung der Lehre und des Gewerbes : Oekonomie oder die Lehre von den landwirthschaftlichen Verhältnissen
Entstehung
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Die Koppelwirthſchaft. 209

daß jedes Jahr gleich viele Schlaͤge jeder Art vorhanden ſind. Dies bewirkt dann die ſo nuͤtzliche Gleichheit und Regularitaͤt der Wirthſchaft durch alle Jahre, welche die Ueberſicht nicht nur ſo ſehr

daren Rind⸗

dabgakgen erleichtert, ſondern auch einen gleichmaͤßigen Ertrag aus den verſchiedenen Zweigen der Wirthſchaft

Anen pfteg, ſichert; ſo daß ſich die Ordnung und der Etat bei keiner Wirthſchaftsart mit geringerer Muͤhe beach⸗

enrſinden ten und beſtimmen laͤßt, als bei dieſer, wenn ſie einmal gehoͤrig eingerichtet worden. Dagegen aber

hah ir de iſt auch die Einrichtung bei keiner Wirthſchaftsart ſchwieriger und erfordert groͤßere Ueberlegung, weil

der Dhüſet⸗ nachher eine jede Abaͤnderung, ohne totale Abaͤnderung des Ganzen, kaum moͤglich iſt, und die vorige

cht genden Ordnung gaͤnzlich zerſtoͤrt.

h der Schai

ird er ihen§. 334.

nnten Ru Wo es iegend moͤglich iſt, legt man die Schlaͤge nach ihren Nummern und nach ihrer Folge Verbinduns gt und alſ auch oͤrtlich in einem Kreiſe, ſo daß z. B. bei 11 Schlaͤgen No. 11. wiederum mit No. I. graͤnze. dh uneln

Dadurch erreicht man, daß die Weideſchlaͤge nebeneinander liegen, das Vieh ſie entweder ſaͤmmtlich Nummer. uͤbergehen, oder doch, ohne Wege zu betreten, von einer zur andern kommen koͤnne. Auch laͤßt man

h eine und dieſelbe befriedigte Koppel, in welcher das Vieh die Nacht zubringt, ſo lange ſie zu Graſe

de wwelhtt liegt, um neue Befriedigungen zu erſparen, zur Nachtkoppel dienen; welches aber andere verwerfen,

4 weil dieſe Koppel dadurch in Anſehung des Weideduͤngers auf Koſten der uͤbrigen beguͤnſtigt wird; es

Dann die ſey denn, daß man eine ſolche Koppel vor andern zu verbeſſern beſondere Urſach habe. Ueberdies iſt

oppeln ge⸗ das Zuſammenhaͤngen der Weidekoppeln wegen der Viehtraͤnken von Wichtigkeit, indem man dann

neüelich mit einer fuͤr 2 oder 3 Koppeln ausreichen kann. Da dieſe Viehtränken nicht immer leicht einzurichten

ſind, ſo erfordern ſie bei der oͤrtlichen Einrichtung der Schlaͤge viele Ruͤckſicht.

he

behandelt H. 335.

Jhre Grißt In der Regel ſoll der Flaͤcheninhalt der Schlaͤge gleich ſeyn. Man hat aber haͤufig bei unglei⸗ Gleichheit der

eingerichtet chem Boden die ſchlechtern nach Verhaͤltniß groͤßer gemacht, um wo moͤglich gleichen Koͤrnerertrag Koppeln. und gleiche Weide in jedem Jahre zu haben. Weil der ſchlechtere, mehrentheils ſandigere Boden

wenn man leichter zu bearbeiten iſt, ſo wird auch der Unterſchied der Arbeit nicht merklich. Und weil man auch

inrichtung der Guͤte des Bodens nach die Einſaat zu vermehren und zu vermindern pflegte, ſo war auch darin die

nd ſo all von aͤltern Oekonomen ſo hoch geſchaͤtzte Gleichheit. Allein an Duͤnger fehlte es nun um ſo mehr, da

dieſer ſchwaͤcher auf den Acker einer groͤßeren Koppel geſtreut werden kann, ungeachtet der ſchlechtere Boden deſſelben um ſo ſtaͤrker bedarf, wenn er gleichmaͤßig tragen ſoll. Man hat ſich daher mehr⸗ mals genoͤthigt geſehen, von dieſen groͤßern Schlaͤgen den ſchlechtern Theil anders zu behandeln, ihn

2) Saat⸗, laͤnger zu Graſe liegen zu laſſen, weniger Fruͤchte davon zu nehmen, und ihn nur bei einigen Saaten der Wa⸗ als Supplement zu gebrauchen. Oder aber man hat ſich vermittelſt der Nebenkoppeln geholfen, und ine Bra⸗ in dem Jahre, wo dieſer groͤßere und ſchlechtere Schlag zur Duͤngung kam, keme Nebenkoppel ge⸗ rage, wil duͤngt, um deſto mehr auf jenen verwenden zu koͤnnen.

3. Die an⸗.

1. 4

ungt wird,§. 3356.

Wenn ſonſt der Boden verſchieden iſt, und man ihn dennoch in eine Rotation nehmen will, ſo richtet man es ſo viel moͤglich ſo ein, daß jeder Schlag einen faſt gleichen Theil von jeder Art des Bo⸗ dens erhalte. Dies macht oft viele Schwierigkeit, und noͤthigt, den Koppeln andere Formen zu ge⸗

haft einen ben, wie man es in geometriſcher Ruͤckſicht thun wuͤrde. Einen kleinern Fleck ſchlechten Bodens, den j dauert ſo man der Oertlichkeit wegen mit in einen Hauptſchlag nehmen muß, ſucht man durch ſtaͤrkere Duͤn⸗ plag ſich an gung, oder beſſer durch Befahren mit einer fruchtbaren Erdart, zu verbeſſern.

dann auch, Erſter Theil. D d

daß