Teil eines Werkes 
Erster Band (1811) Begründung der Lehre und des Gewerbes : Oekonomie oder die Lehre von den landwirthschaftlichen Verhältnissen
Entstehung
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Vorrede.

Der naͤchſte Zweck dieſes Werks in der Geſtalt, worin es jetzt erſcheint, iſt, einen Leitfaden und eine Baſis zu haben, um meinen muͤndlichen Vortrag darnach zu ord⸗ nen und darauf zu begruͤnden. Es iſt deshalb allerdings gedraͤngter geſchrieben, als 2 es bei alleiniger Ruͤckſicht auf mein leſendes Publikum haͤtte geſchehen ſollen. Indeſſen hoffe ich durch Beſtimmtheit, Vollſtaͤndigkeit und Ordnung des Vortrages dies ſo er⸗ ſetzt zu haben, daß demjenigen Leſer, welcher mit Aufmerkſamkeit und Ordnung nicht zerſtreut, fragmentariſch und fluͤchtig lieſet, alles klar genug ſeyn werde Bei eini⸗ gen abſtrakten Materien, z. B. in dieſem Bande bei der Begruͤndung der Wiſſenſchaft,. habe ich mich vielleicht zu kurz gefaßt; aber ich haͤtte, um dieſe Materie einem Theile meiner Leſer vollſtaͤndig zu entwickeln, durch Weitlaͤuftigkeit einem andern Theile lang⸗ weilig werden muͤſſen. Wo es zur Aufklaͤrung einer wichtigen Materie nothwendig war, habe ich ſo ausfuͤhrlich geredet, daß es ſelbſt fuͤr meine Zuhoͤrer kaum einer weitern Eroͤrterung bedarf. Es verſteht ſich uͤbrigens, daß manche Gegenſtaͤnde, welche in dieſem Bande in der Lehre von der Oekonomie, nur des allgemeinen Ueberblicks wegen, dargeſtellt werden mußten, an ihrem Orte werden genauer behandelt werden. Wegen dieſes mehr oder minder gedraͤngten Vortrages wird man die Verſchiedenheit des Styls verzeihen. 1 Auch in der Ordnung des Vortrages habe ich mich gewiſſermaßen nach der Ab⸗ theilung des Mögelinſchen Unterrichtskurſes fuͤr das Winter⸗ und Sommerſemeſter und nach dem Gange der Porleſungen der damit verbundenen Wiſſenſchaften gerichtet. Der erſte und ein Theil des zweiten Bandes enthalten das, was in der Lehre von der Landwirthſchaftskunde mehr abſtrakt und xeiner wiſſenſchaftlich iſt, weniger einer ſinn⸗ lichen Darſtellung bedarf, und mehr Nachdenken als Beobachtung erfordert; zu deſſen 3

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