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Landwirthschaftliche Beschreibung des Ritterguts Lützschena bei Leipzig : mit seinen Gewerbszweigen / vom Ritter Max von Speck, Freiherrn von Sternburg
Entstehung
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diese Gegend bewohnten, wie diess mit vielen andern Ortschaften in der Nähe der Fall ist.*)

Lute bedeutet im Wendischen so viel als Lage oder klein, und schene so viel als schön. Lützschena scheint

demnach seinen Namen der schönen Lage zu verdanken.

O.

Kirchliche Notizen.

Vor ungefähr 300 Jahren war die Kirche noch Filial von Hänichen. Die Messen, Wasser- und Salzweihen sammt Besprengung und den übrigen Prozessionen mussten ab-

wechselnd in der einen und andern Kirche gehalten werden.

Das Rittergut hat das jus patronatus über Kirche und

Schule.

*) Noch vor dem Untergange des Bog und der Siwa wurde schon hier im Walde den Göttern Ehrfurcht und Dank für den Ackerbau ge- bracht; mit der Aussaat des Samens und mit seinem Emporkeimen ver- banden die Bewohner schon die schöne Idee des Todes und der künfti- gen Erneuerung ihres Lebens. Ihre Priester waren die ersten Lehrer der Landwirthschaft. Erst im christlichen Mittelalter trat dieser Cultus des Irdischen vor dem Cultus des Ueberirdischen zurück. Seit dieser Zeit entwickelte sich hier Bildung, Fleiss, Ordnung und Wohlhabenheit; durch

sie wuchs der dritte Stand zur Freiheit empor.