214 Kurze Anleit. zum Anfertigeu einiger pflanzenanat. Präparate.
die Flaͤche mit einem ſcharfen Meſſer glatt; naͤchſtdem ſpaltet man ein anderes Stuͤck mitten durch und ſchneidet ebenfalls moͤglichſt genau in der Richtung der Gefaͤßbuͤndel, die Spalt⸗ flaͤhe glatt. So erhaͤlt man eine genaue Einſicht von dem Bau des Monokotyledonenſtengels. Auf der Querſchnittflaͤche bemerkt man in der zelligen Grundmaſſe zunaͤchſt unter der ſehr ſchwachen Rindenſchicht ſehr dicht ſtehende gefaͤßloſe Baſt⸗ buͤndel und weiter nach innen zu die etwas weitlaͤufiger ſtehenden, auf dem Querſchnitt blumenaͤhnlichen Gefaͤßbuͤndel. Mit Jod faͤrbt ſich die zellige Grundmaſſe wegen des Staͤrke⸗ mehlgehaltes tief ſchwarzblau. Die Figur dieſes Praͤparates zeigt ſich auf Taf. III. Fig. 43.
Nr. 7, Dikotyledonenholz. Um den Bau deſſelben kennen zu lernen, laſſe man von aͤlterem Holze von der Eſche, Ruͤſter, gemeinen Akazie, Eiche ꝛc. ſich ein Kloͤtz⸗ chen ſchneiden, an welchem man auf die am Anfange dieſes Kapitels angegebene Weiſe einen Quer⸗ und zwei Laͤngs⸗ ſchnitte mit dem Raſirmeſſer glatt ſchneidet; von den letzteren iſt der eine in der Richtung der Markſtrahlen, der andere in der Richtung der Rinde zu fuͤhren. Unſere Fig. 12 ſtellt dieſes Praͤparat dar. Man verabſaͤume nicht, ſich von der Eiche oder Buche ein Praͤparat von Wurzelholz zu machen.
Nr. 8, Rindengewebe. Um den Bau der Rinde kennen zu lernen, eignet ſich am beßten die Linde, an welcher man die auf S. 68 gegebene Beſchreibung ſich durch Quer⸗ und innere und aͤußere Laͤngsſchnitte leicht veranſchaulichen kann.
Nr. 9, Markgewebe. Unſer Tert bietet auf S. 59— 66 viele Fingerzeige zu Praͤparaten, um ſich die eigenthuͤmlichen Verhaͤltniſſe des Markes anſchaulich zu machen, da wir dort nur ſolche Pflanzen als Belege angefuͤhrt ha⸗ ben, welche uͤberall leicht zu haben ſind.
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