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Das Wichtigste vom innern Bau und Leben der Gewächse : für den praktischen Landwirth faßlich dargestellt ; Mit 4 Steindrucktafeln / von E. A. Rossmäßler, ...
Entstehung
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Pflanzen iſt in eiſten Pflanzen enige Pfanzen, beſonders bil⸗ re Temperatur. der Aroideen, he bis 25 R.

Blͤthentheilen gen, nawentlich onnenuntergang n in Form von n Entkohlungs⸗ ur und um ſo Sauerſtoff da⸗ die Waͤrmeent⸗ ten vorgehenden n verbreiteteren er großen Capl⸗ onnenroſe, He- nblume, Calen- 7 Dulbiferum, erecta. An mgen von den zugehen. Die ſteht mit dem dehr alp nict

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Von der Nahrungsformung. 201

gruͤndlichſten anatomiſchen Unterſuchungen der Gelehrten ver⸗ anlaßt.

Sie erfolgen entweder auf Veranlaſſung durch einen aͤußeren phyſiſchen Reiz, wie durch Beruͤhrung, oder ohne eine ſolche als das Product der Vitalitaͤt der Pflanze. Zu den erſteren Bewegungserſcheinungen, denen alſo ein mehr oder weniger entwickeltes Empfindungsvermoͤgen oder wenig⸗ ſtens eine gewiſſe Erregbarkeit zum Grunde zu liegen ſcheint, gehoͤrt zunaͤchſt die Erſcheinung, daß die Bluͤthen mancher Pflanzen ſich der Sonnenſcheibe zuzukehren ſtreben.

Die auffallendſten Bewegungserſcheinungen zeigen ſich aber an den gegliederten(zuſammengeſetzten) Blaͤttern, welche als erſichtliche Folge auf einen aͤußeren Reiz ihre Lage und Richtung veraͤndern. Am bekannteſten iſt dadurch die Sinn⸗ pflanze, Mimosa pudica, welche doppelt gefiederte Blaͤtter hat, die am Stengel mittels einer etwas angeſchwollenen er⸗ ſichtlich anders in ihrem Innern conſtruirten Baſis(wie an der Bohne) aufſitzen. Die Bewegung erfolgt in der Art, daß ſich die gegenuͤberſtehenden Fiederblaͤttchen bald nach der Be⸗ ruͤhrung nach oben zuſammenlegen und, war der Reiz ſtark, ſpaͤter das ganze Blatt ſich ſenkt. Oft wiederholte Reizung ſchwaͤcht das Empfindungs- und Bewegungsvermoͤgen, und eine Verletzung jener Anſchwellung des Blattſtieles hebt ſie ganz auf.

Zu den durch die Vitalitaͤt der Pflanzen ohne aͤußere Veranlaſſung bedingten Bewegungen kann man z. B. die Bewegung der Staubgefaͤße nach der Narbe des Griffels (um die Befruchtung des Pollens zu bewerkſtelligen) und das Winden windender Pflanzentheile(Stengel und Ranken) rechnen.

Allen dieſen Erſcheinungen liegen aber weder Muskeln noch Nerven, die Vermittler der thieriſchen Bewegung und