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Das Wichtigste vom innern Bau und Leben der Gewächse : für den praktischen Landwirth faßlich dargestellt ; Mit 4 Steindrucktafeln / von E. A. Rossmäßler, ...
Entstehung
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26 Viertes Kapitel.

(Fig. 13),(namentlich in vielen Waſſerpflanzen) oder, wenn ſie mit Saͤften angefuͤllt ſind, Saftgaͤnge oder Saft⸗ behaͤlter(Fig. 14).

Den Saftgaͤngen ganz aͤhnlich ſind die ſogenannten eigenen Gefaͤße, vasa propria, welche einen aſſimilirten, oft gefaͤrbten(rothen, gelben, gruͤnen) Saft enthalten und eine eigene, aber hoͤchſt feine Membran beſitzen(Fig. 15). Sie ſtehen zwiſchen den Saftgaͤngen und den ſpaͤter zu beſchrei⸗ benden Milchſaftgefaͤßen in der Mitte.

Es iſt klar, daß dieſe Intercellulargaͤnge keine ſelbſt⸗ ſtaͤndigen Organe ſind, indem ſie von keiner eigenthuͤmlichen Haut umſchloſſen werden, denn die ſie umgebende Membran gehoͤrt nicht ihnen, ſondern den ſie umſchließenden Zellen an, von deren zufaͤllig nur theilweiſer Verbindung ſie allein ab⸗ haͤngen. Daher darf man ihnen wohl auch im Allgemeinen keine ſehr wichtige Lebensverrichtung zuſchreiben, wenn auch nicht ſelten Saͤfte, die aus den benachbarten Zellen in ſie ausgetreten ſind, in ihnen angetroffen werden.

4. Vom Baue der Zellenwand.

Wie wir bereits hoͤrten, iſt die Wand einer jungen, lebensthaͤtigen Zelle ſtets eine duͤnne, waſſerhelle, durchſichtige und ganz ſtructurloſe Haut, an der man ſelbſt bei ſtarker Vergroͤßerung weder Streifen, noch Puncte oder feine Poren entdecken kann. Sehr oft aber leidet die Pflanzenzelle an ihrer Membran bedeutende Veraͤnderungen. Zunaͤchſt durch Verdickung derſelben, indem ſich aus dem Zelleafte auf der innern Wand der Membran Niederſchlaͤge abſetzen, und in Form von Schichten ſie bedecken und verdicken, nicht ſelten in dem Grade, daß dadurch aller Zellenraum verſchwindet und die Zellen zu harten, dichten Koͤrnern werden, die

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