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Kameralistische Encyclopädie : Handbuch der Kameralwissenschaften und ihrer Literatur für Rechts- und Verwaltungs-Beamte, Landstände, Gemeinde-Räthe und Kameral-Candidaten / von Edward Baumstark
Entstehung
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bs S. 671. bs S. 677. .

S. 693.

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hnungsweſen

Einleitung.

I. Von dem Weſen der Encyelopädie.

§. 1. Jetziger Stand der Wiſſenſchaftlichkeit.

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Im Alterthume und im Mittelalter war die Wiſfnſchaft über⸗ haupt ſiwewar durch ein Streben nach einem Mittelpunkte, nach einer Einheit und durch eine Verallgemeinerung charakteriſirt. Im Laufe der Zeiten iſt dieſer Charakter derſelben verſchwunden und hat dem Gegentheile Platz gemacht. Das Streben, jenem Mittel⸗ punkte, jener Einheit auszuweichen, die wiſſenſchaftliche Zerle⸗ gungskunſt, Abſonderung und Vereinzelung charakteriſirt beſonders unſere Zeit. Die Gründe dieſer Erſcheinung ſind, 1) daß das Studium der Philoſophie und des claſſiſchen Alterthums und Mit⸗ telalters an Seichtigkeit bis faſt zum allmäligen Verſchwinden zu⸗ genommen hat; 2) daß ohne ſolche vorausgegangene philoſophiſche und claſſiſche Bildung, ohne welche ächte Wiſſenſchaftlichkeit nicht denkbar iſt, zu viel von unſeren Schriftſtellern ſelbſt zu ſchaffen verſucht wird; 3) daß die ſo entſtandene viele einzelne Wiſſen⸗ ſchaften einen äuſſerſt hohen Grad von Ausbildung, Erweiterung und Vervollkommnung erreicht haben, ſo daß entweder eine un⸗ vollſtändige Kenntniß des Einzelnen Folge umfaſſenden Betriebs der ganzen Wiſſenſchaft, oder die Vernachläſſigung des Letzteren Folge der ausgedehnten Einzelkenntniſſe iſt; und 4) daß unſere ganze Zeit, zufolge des ſie charakteriſirenden Eigennutzes, nur eine ſogenannte praktiſche, eigentlich wirthſchaftliche, Tendenz hat, vermöge welcher ſie den Werth der Wiſſenſchaft beurtheilt und dieſe ſelber immer mehr ins praktiſche Leben zu ſich herabzieht.

§. 2. Bedürfniß einer Zuſammenfaſſung. Encycelopädie. Man lehrt und lernt daher mehr nur einzelne Fächer, als die ganze Wiſſenſchaft, und unterläßt diejenigen Vorſtudien, welche

Baumſtark Encyelopädie. 1