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Praktischer Unterricht in Wiesen-Wässerungs-Anlagen : ... mit Vorausschickung der Lehre im Nivelliren, in Absicht auf Wiesen-Wässerung ; nebst 86 erläuternden Zeichnungen / Von Robert Wehner ...
Entstehung
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tiefer als vorher. Ebenſo wird der Pfahl 1 abgewogen, und um 4 Fuß 2 ⅜ Zoll tiefer geſetzt; der Pfahl 2 um 6 Fuß 11¼0 Zoll hinab⸗ geſtellt u. ſ. w. jeder folgende Punkt, wie es die oben angegebenen Maaße anzeigen. Hierbei muß man Sorgfalt darauf verwenden, daß bei allen Punkten die Mittellinie des Grabens beibehalten wird.

Zwiſchen 0 und 1, 1 und 2, 2 und 3 ꝛc. werden, um die richtige Tiefe des Grabens überall zu ſichern, alle 2 Ruthen Pfählchen mittelſt

der Viſirkreuze(§. 11. und 12.) in die Sohlenlinie eingeſchlagen. Bei

Gräben, die durchgehends nicht über 2 Fuß tief ſind, thut man dies bald, in dem gegebenen Beiſpiele kann es nur im Laufe der Arbeit ge⸗ ſchehen, weil die Viſirkreuze zu niedrig ſind. Geht der Graben auf der Wieſe ſelbſt hin, ſo wird zuvor der Raſen abgeſtochen, weil er anderswo benutzt werden kann.

§. 42. Ausſchachtung eines Grabens in der Erde.

Iſt die obere Breite des Grabens abgeſteckt und die Sohle abge⸗ wogen, ſo wird die Schnur an den Pfählen, welche die erſtere bezeich⸗ nen, hingezogen, und es können zu gleicher Zeit an mehren Stellen Ar⸗ beiter mit ihren Grabeiſen angeſtellt werden. Die geſchickteſten gehen an der Schnur hin und ſtechen, wenn die Böſchung einfüßig ſein ſoll, in einem Winkel von 45 Grad in den Boden die obere Breite ab. Es wird nun bis auf die Sohle gegraben, ohne daß man bis an die obere Breite hinausgeht, jene mit der Schippe in der richtigen Tiefe, Breite und Richtung ausgeputzt. Iſt dies geſchehen, ſo werden die Seiten⸗ wände nach und nach von der oberen Breite an bis an die Kanten der fertigen Sohle abgeſchrägt. Bei jedem größeren Graben iſt es zweck⸗ mäßig, zur Erhaltung der richtigen. Sohle bei in der Folge vorkommen⸗ den Ausräumungen, dieſelbe durch ſtarke Schwellen von Eichen⸗ oder Kieferholz, von 5 zu 5 Ruthen zu markiren.

§. 43. Abſteckung eines aufzudämmenden Grabens.

Da bei einem aufzudämmenden Graben die obere Breite ſich nicht nach dem Terrain richtet, ſo iſt nach Maaßgabe der Waſſermenge, welche der Graben faſſen ſoll, nicht nur die Breite der Sohle, die Tiefe und die Böſchung, ſondern damit auch die obere Breite ſelbſt ſchon gegeben. Die Borden des Grabens werden zuerſt abgewogen. Die Höhe derſel⸗ ben iſt durch die Bedingungen des Wäſſerungsplanes feſtgeſtellt. Der

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§ 44 ℳ Zur Arferigur

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