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Gelegenheit heraus, den Nutzwerth des beſagten Wieſenlandes im Ver⸗ hältniß des Gütegrades des Waſſers und der Beſchaffenheit des Bodens zu vervielfältigen, Es gieht Beiſpiele, wo durch gut ausgeführte Wäſ⸗ ſerung der Ertrag ſich nicht nur bis zum Doppelten, ſondern bis zum Sechsfachen erhoben hat.
Die Einrichtung zur zweckmäßigen Benutzung des Waſſers, d. i. die Schaffung einer guten Wäſſerungsanlage erfordert mehr oder weni⸗ ger Arbeit, je nachdem das betreffende Terrain ungünſtig oder günſtig iſt. Die Anfertigung und Herſtellung einer ſolchen Anlage heißt— Wieſenwäſſerungsbau. Es giebt davon zwei Hauptarten:
1. Ueberrieſelungsbau.
Dieſer iſt entweder:
a. Hangbau, wo die Oberfläche eine durchgehends ſanft ſich ab⸗ dachende Ebene darſtellt.
b. Rücken⸗ oder Beetbau, wo die Oberflaͤche in Beete, Rücken ge⸗ nannt, formirt worden iſt, auf deren Kämmen das Waſſer hin⸗ geführt wird.
2. Ueberſtauungsbau,
Das Waſſer überrieſelt, wenn es ſich in einer dünnen Schicht ſichtbar auf der Oberfläche fortbewegt;— es überſtauet die Wieſe, wenn es in einer dicken oder hohen Schicht die ganze Wieſe oder einen gewiſ⸗ ſen Theil derſelben mit ruhigem Spiegel bedeckt.
Beide Baumethoden haben folgende Zwecke möglichſt vollkommen zu erreichen:
1. die disponible Waſſermenge, oder eine gewiſſe Quantität davon auf die höchſten Punkte der Wieſe zu führen;
2. von letzteren aus nach allen Seiten hin das Waſſer gleichmäßig zu verbreiten, und
3. nach vollzogener Wäſſerung die Wieſe wieder vollkommen trocken zu legen. Der Ueberrieſelungsbau, ſowohl der Hang als der Rückenbau, iſt zweierlei: künſtlicher, oder natürlicher. Er iſt künſtlich, wenn die Fläche nicht in ihrer natürlichen Geſtalt belaſſen, ſondern durchgehends umgebauet, und in einzelne vollkommen
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