Teil eines Werkes 
2 (1841) Geschichte der politischen Ökonomie in Europa von dem Alterthume an bis auf unsere Tage. 2
Entstehung
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Hauptſtück XXVII.

Von der politiſchen Oekonomie unter Ludwig XIV. Ordonnanzen über den Handel. Ueber die Marine. Ueber die Gewäſſer und Forſte. Schwarzer Coder. Räthe von Kunſtverſtändigen. Armengeſetze. Gründung der Findelhäuſer. Stiftung von Handelscompagnien. Anſicht der gleichzeitigen Staatswirthſchaftsforſcher: Vauban, Boisgutil⸗ bert, des Abbé von Saint⸗Pierre.

Wenn, wie jüngſt einer unſerer Staatsmänner ³) ſchrieb, die Geſetze immer das bedeutendſte und belehrendſte Denkmal für die Geſchichte ſind, ſo giebt es keine anziehendere Geſetzge⸗ bung für die politiſche Oekonomie, als die der Regierung Lud⸗ wigs XIV. Wir haben ſchon den herrſchenden Grundgedanken des großen Miniſters zur Kenntniß gebracht, welchem dieſe Re⸗ gierung ſo vielen Glanz verdankte; es iſt Zeit, die Regierungs⸗ handlungen hervorzuheben, welche der Ausdruck deſſelben waren, und deren Ganzes das ſchönſte Gebäude bildet, welches von ir⸗ gend einer Regierung der ökonomiſchen Wiſſenſchaft aufgeführt worden iſt. Einſam wahrlich inmitten der Ruinen der Vergan⸗ genheit, blieb dieſes Gebäude aufrecht; und es ſchaut noch von ſeiner ganzen Höhe auf unſere Inſtitutionen, welche trotz des Stoßes der Revolutioneu das Gepräge ſeiner Ehrfurcht ge⸗ bietenden Originalität noch nicht verloren haben. Dem Mi⸗ niſter Colbert gebührt die Ehre, damft Frankreich begabt, und zuerſt in ihrem vollen Umfang die Hilfsquellen der

*) Hr. Thiers, Artikel Lau in der Eneyclopédie nrogressive. Blanqui, Geſchichte d. polit. Oekonomie. II. Bd.