Widerkegung
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Etwas, freilich ſehr unvollkommenes, dieſer Art thut jaͤhrlich jeder Landmann der ein Feld zu einer gewiſſen Frucht deswegen beſtimmt, weil es in dieſer oder jener Gaare(¹¹) ſteht, ſo und ſo viel in der letzten Erndte ge⸗ tragen, dieſe oder jene Eigenſchaft hat.
Eine dunkle Erinnerung deſſen, was er auf dieſem Felde wohl vorher bemerkt hat, erzeugt bey ihm eine unbe⸗ ſtimmte Ahnung des Erfolgs, bey der ſeine Wuͤnſche und Erwartungen ihn oft irre leiten.
Es iſt gewiß, daß wenn er verſucht haͤtte dieſes alles in Zahlen auszudruͤcken und ſonach eine Geſchichte ſeines Feldes vor Augen gehabt haͤtte, er aufmerkſamer beobachtet und aus den vorliegenden Thatſachen, nach beſſern Gruͤn⸗ den, ſeine Saatfolge auf die folgenden Jahre beſtimmt, und mit minderer Unſicherheit im Voraus ihren Erfolg beur⸗ kheilt haben wuͤrde.
Auch wuͤrde dieſe Aufmerkſamkeit, und beſonders die Unterſuchung der Urſachen, warum die Erndte, die man ſich verſprechen konnte, nicht erfolgte, ihn auf manchen neuen und gluͤcklichen Gedanken gefuͤhrt haben. Wenigſtens iſt das meine Erfahrung.
Ich halte es alſo aus dieſen Gruͤnden fuͤr kein eitles und unnuͤtzes Unternehmen, durch mehrjaͤhrige und auf die groͤßt⸗moͤglichſte Zahl mannigfaltiger Faͤlle angewandte ſorg⸗ faͤltige Vergleichung der Hypotheſen mit den Thatſachen, der Theorie mit der Praxis, dieſem Verſuche die moͤglichſte Beſtimmtheit und Vollkommenheit zu geben.
§. 6. Der Einwurf, daß die Witterung einen gar großen Einfluß auf das Reſultat habe, ſcheint mir von keiner
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(7*) Gaare nennen wir in Niederſachſen den im Boden be⸗ findlichen Duͤnger.
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