Meine Anſicht der Statik des Landbaues im
Jahr 1817.
§. 1.
Se fuͤnf Jahren hatte ich die Erndten jeder der klei⸗ Erſter An⸗ fang der Ver⸗
nen Koppeln meines Ackers beſonders gelegt, die Cerealien gleichung der beſonders gedroſchen, genaue Notizen uͤber den Zuſtand ſinchrbafeit jedes Feldes, deſſen Beduͤngung und Beſtellungsart beyge⸗ tras legt. Ich hatte dabey den Zweck, den Ertrag mit der
Qualitaͤt des Bodens, dem daran gewandten Duͤnger und
dem Einfluß der vorhergehenden Frucht vergleichen, und
mit Ruͤckſicht auf die eingetretenen, die Ergiebigkeit modifi⸗
cirenden Umſtaͤnde, muthmaßlich beſtimmen zu koͤnnen, was
ich mir von den folgenden Erndten verſprechen duͤrfe.
§. 2. Dieſe Vergleichung lehrte mich ſehr bald, in welchem Nothwen⸗
digkeit eine
Verhaͤltniß dieſelbe Behandlung, Beduͤngung und Vorfrucht Claſſificirung auf den verſchiedenen Feldern verſchiedene Wirkungen gehabt der Felder. hatten; die aͤhnlichen Wirkungen bewieſen, daß ſolche Fel⸗ der zu derſelben Kategorie gehoͤrten, und daß ich in dieſer Hinſicht, um den kuͤnftigen Ertrag meiner Felder nach Maaßgabe der vorbenannten Umſtaͤnde richtiger zu beur⸗ theilen, ſie klaſſificiren muͤſſe. Allgemeine
§. 3. Anſicht der Nachdem naͤmlich eine nahgelegene Pachtung, die Modererte nur Sandboden hat, mit zu meiner Bewirthſchaftung ge⸗ ſitzung.
Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bd. 1


