Teil eines Werkes 
2: Uibersicht der europäischen veredelten Schafzucht. 2
Entstehung
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handelten. Unter Allen aber erhob ſich unſer nun ver⸗ ewigte Thaer, der Altvater der ganzen deutſchen Land⸗ wirthſchaft, und alſo auch der höhern Schafzucht. Sein Scharfſinn durchdrang jedes, dem er ſich mit Eifer hin⸗ gab. Da nun dieſer Zweig der Landwirthſchaft bald ſein Lieblingsfach wurde: ſo war es natürlich, daß er darin ſo viel und ſo Großes leiſtete. Seine Anfechter gleichen daher auch den Dohlen hinter dem Adler. Un⸗ ſterblich ſind ſeine Verdienſte, und Undank, deſſen ſich der Deutſche wohl nicht ſchuldig macht, wäre es, dieſe ſchmälern zu wollen.

Auffallend aber iſt es, daß gerade im Centralpunkte der deutſchen Schafzucht, in Sachſen, kein ſolcher Stern erſter Größe glänzt. Man möchte ſich dies ſo erklären, als ob dort die Sache durch ſich ſelbſt gearbeitet hätte, und als ob die im erſten Bande dargelegten günſtigen Verhältniſſe für die Schafzucht in Sachſen nicht erfodert hätten, daß ein mächtiger Arm zu deren hohem Schwunge ſich hätte erheben müſſen.

Aber gleich dem Tyrtäus, der, obgleich nicht ſelbſt Held, doch die andern ſo begeiſterte, daß er zehn Helden in der Schlacht aufwog, ſteht unſer würdiger André da. Durch ſtete Aufmunterung, durch raſtloſes Anreizen bewirkte er, daß zu einer Zeit, wo noch wenig Eifer für veredelte Schafzucht herrſchte, dieſer mächtig erwachte, und daß man nun die Sache ſo kräftig ergriff, daß als⸗ bald die glücklichſten Folgen ſichtbar wurden. Unſchätz⸗ bar ſind ſeine Verdienſte um die deutſche Schafzucht, und er iſt durch ſeinen raſtloſen und unermüdlichen Eifer der

Wohlthit her andet dohn träg daß er d Wie matk in gemach, hat, zu bekennen In du Hauſ findet no auf keiner Und dies iſtd jung, al gezeichne