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Welche Schafart übrigens die abſolut einträͤglichſte ſey, läßt ſich nie im Allgemeinen angeben, weil eine Menge Nebenumſtände auf deren Einträglichkeit einen großen Einfluß ausüben. Immer wird es aber für den rationellen Schafzüchter diejenige ſeyn, deren Producte jederzeit geſucht ſind, und immer mit guten Preiſen be⸗ zahlt werden. Und dies iſt im gegenwärtigen Augenblicke mit den hochfeinen Merinos der Fall. Ich brauche mit gutem Vorbedachte das Beiwort„hochfein“, weil es auch Schafe dieſer Ratce gibt, die dies nicht ſind. Sollte ſich einmal der Geſchmack an Wollenwaaren ändern, und die hochfeine weniger geſucht werden als die von mittlerer Qualität(was freilich außer aller Wahrſcheinlichkeit liegt): ſo würde es dem rationellen Schaßzüchter viel leichter werden, ſich darin dieſen Forderungen zu fügen, als er dies mit der Erzeugung hochfeiner Wolle konnte.
Wenn nun aber auch bis jetzt hochfeine Merinos den höchſten Reinertrag gewähren: ſo ſind darum die übrigen Schafarten noch nicht um ihren Ruf gebracht. So wie zu den verſchiedenen Wollenwaaren auch ein verſchiedenes rohes Product gebraucht wird: ſo wird auch das von mitt⸗ lerer und geringer Qualität immer ſeinen Käufer finden. Und es können landwirthſchaftliche Verhältniſſe obwalten, die es durchaus rathſam machen, eine Schäferei beizube⸗ halten, die nur dieſe Qualitäten liefert, als eine andere von der hohen zu begründen, und dabei die großen Aus⸗ lagen auf jede Gefahr hin zu machen. Ungeſunde Wei⸗ detriften, fehlende Intelligenz bei der Schäfereiverwal⸗ tung, Mangel an Mitteln, ſchnell eine edle Heerde zu


