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jetzt nicht ganz einer übereinſtimmenden Meinung. Viele ſcharfſinnige Schafzüchter, die ihr Ziel richtig aufgefaßt haben, gehen ruhig ihren Gang in der eigenen Inzucht fort, und haben es dabei ſo weit gebracht, daß ſie von unzäh⸗ ligen unerreicht da ſtehen. Die mit ihnen nicht gleiche An⸗ ſicht theilen, prophezeihen ihnen freilich einnentnervtes, für alle Krankheiten empfängliches Geſchlecht. Sie können dies wohl ruhig anhören, da ſich jetzt noch nichts davon zeigt, und da ſie einen ſo hohen Gewinn bereits hinweg haben, der ſie, träfe ſie auch jene Calamität, ſchon im Voraus entſchädigt haben würde.
Wahr iſt es wohl, daß, wenn man von gleichem Blute und in gleicher Vollkommenheit Erzeugtes aus frem⸗ den Heerden jederzeit zur Fortpflanzung der eigenen haben könnte, man dabei auch der Bedenklichkeit einer Entartung und Schwächung des Geſchlechts entgehen würde. Da aber bis jetzt die veredelte Schafzucht noch gar nicht auf der hohen Stufe ſteht, daß man dies erlangen kann, ſo thun nach meiner Meinung jene Schafzüchter ſehr wohl daran, die lieber das Vollkommenſte in der Wollproduction, ſelbſt auf die Gefahr hin, ihre Race zur Schwächlichkeit auszu⸗ bilden, durch Inzucht erzeugen, als ſich dieſes ſo feſt auf⸗ gefaßte und ſo nahe erreichte Ziel wieder entrücken laſſen wollen.— Man muß ihnen hierin um ſo mehr beipflichten, als jene Bedenklichkeit noch gar nicht einmal begründet iſt. Noch ſind jene Heerden, wie geſagt, nicht mehreren Krank⸗ heiten unterworfen, noch ſind ſie nicht ſchwächlicher, als andere, bei denen man die Blutauffriſchung ſtets wieder⸗ holt hat. Daß übrigens nur die Heerden eine innere
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