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die Vorzüglichkeit der erzeugten Wolle. Schleſien hat einige Gegenden, wo ſchon vor der höheren Veredlung der Schaf⸗ zucht die Wolle beſonders guten Ruf hatte, ohne daß für dieſelbe ſonderlich mehr getan warden wäre, als an an⸗ dern Orten. Dieſe günſtigen Localitäten helfen dem ratio⸗ nellen Schafzüchter ungemein, obgleich durch Verſtand und Sorgſamkeit auch das Ungünſtige beſiegt wird. In Sach⸗ ſen fanden gleiche Verhältniſſe ſtatt. Einzelne Schäfereien wurden von den Tuchfabrikanten vorzugsweiſe gerühmt, noch ehe an Veredlung durch Merinos gedacht worden war. So gab man z. B. Börln den Vorzug im ganzen Lande, und nächſt dieſem Lohmen. Durch dieſe günſtigen Triften hatte Sachſen und Schleſien ſchon einen Vorſprung beim Beginn der Veredlung durch Merinos. Sonderbar genug ſchreiben die Franzoſen die Vorzüge der ſächſiſchen Wolle dem feuch⸗ ten und kalten Klima, das Sachſen haben ſoll, zu. Wäre dies die Urſache: ſo würde Norwegen noch Vorzüge vor Sachſen haben. Sachſen.
Wir wollen zuerſt den Gang der ſächſiſchen Schafzucht, als des Centralpunktes der Deutſchen, von der Einführung der Merinos an durchgehen. Was ſich von derſelben vor dieſer Einführung ſagen läßt, iſt bereits angedeutet, und zur Er⸗ gänzung deſſen führen wir bloß an, daß die vielen Wollen⸗ zeug⸗Manufacturen von jeher die Landwirthſchaft zur Er⸗ zeugung der Wolle aufmuntern mußten, weil dieſe ſtets einen guten und ſichern Abſatz gewährten. Dadurch auch mußten die Landwirthe ſchon aufgemuntert werden, auf Verfeinerung der Wolle hinzuarbeiten.
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