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Stalles! Es iſt nicht zu begreifen, daß man ihn ſelbſt in neuen, ſchön eingerichteten Ställen nicht zu vermeiden geſucht hat.
Nachläſſige Wirthe laſſen den Ahl fließen, beſſere fangen ihn in der Miſtſtätte auf, einige wenige ſammeln ihn in be— ſonders dazu erbauten Ziſternen. Die Dungſtätte wird größten⸗ theils hinter dem nördlichen Theile des Stalles angebracht. Sie beſteht in einer Vertiefung, welche, wie überall, den Fehler hat, daß ſich auch das Waſſer der Dächer hineinzieht, welches, wenn es im Ueberfluſſe kommt, die beſten Dungtheile auswäſcht und mit ſich fortführt.
Die beſſern Landwirthe laſſen den Miſt auf dem Hofe ſogleich breiten und durch Pferde und Kühe feſttreten, damit er in keine zu ſtarke Gaͤhrung oder Erhitzung gerathe. Man fährt ihn dreimal im Jahre aus. Im Frühjahre zu Bohnen und Gerſte, um Johanni auf die reine Brache, im September und October zu dem Wintergetreide. Die Wirkung des Stall⸗ miſtes dauert 3 bis 4 Jahre.
Von andern Düngmitteln wird wenig Gebrauch gemacht. Zum Grünplaggen hauen iſt der Boden zu koſtbar. Wo ſich Mergel findet, wird er benutzt, an einigen Orten viel⸗ leicht etwas zu häufig. Felder, welche nach hieſigem Ausdrucke den Mergel gewohnt ſind, wollen alle 10 bis 12 Jahre wieder gemergelt ſeyn. Kalk iſt in den Rheingegenden zu weit beizuholen, als daß man ſich damit abgeben könnte. Dagegen wird er im Kempener Lande auf magerem ſandigem Lehm, der alle Jahre gedüngt werden muß, mit Vortheil angewandt. Man bringt den Kalk mit dazwiſchen geſchichteter Erde in einen Haufen. Nach einigen Tagen fängt dieſer an aufzuſchwellen, alsdann muß er umgeſetzt werden, weil ſonſt die Maſſe zu ſtark brennen und dadurch klotzig werden würde. Mit Gyps iſt hin und wieder der Verſuch gemacht worden. Auf dem eigentlichen Rheinboden wirkt er wenig, mehr auf dem Hochlande. Aſche wird in den Rheingegenden, wo der Boden warm und locker genug iſt, nicht gebraucht, aber mit Nutzen auf den kalten Gründen in einer Entfernung von einer Meile vom Rheine an⸗ gewandt; er iſt beſonders gut für Klee und Flachs. Jauche ſteht bloß denen zu Dienſte, welche Branntwein brennen, und


