Teil eines Werkes 
Zweyter Theil, erste Abtheilung (1825)
Entstehung
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349 die der Wolle von bloß kranken und todten Merinos, woraus das Gemiſch doch größten Theils beſtand.

676. In der Küpe gefärbt, gaben dieſe Woll⸗Sorten mit den vorhin genannten Verſuchen vollkommen übereinſtimmende Re⸗ ſultate; jedoch iſt dieſes die einzige Art Färberey, worin Wolle von geringer Güte die Farbe noch ganz gut annimmt; aber das Blau iſt nicht ganz egal, und zieht ſich ſtets ins Schwarze*).

677. Wolle von geſunden Merinos, und mit ihrem natür⸗ lichen Schweiße geſponnen, nahm die Farbe in der Küpe ſehr ſchnell an, und gab ein ſchönes, ſehr dunkles Blau; dagegen die⸗ ſelbe Sorte, und von kranken und todten Thieren, ſo wie auch die Wolle aus der Picardie, nach vorgängigem Waſchen, die Farbe nur ſchwer annahm, und ein ſchmutziges, ins Schwarze ſpielendes Blau gab. Erſtere Probe bewährte ſich in der Prüfung mit heißer flandriſcher Seife als echt, und behielt, ſelbſt nach wiederhohlter Behandlung mit Alkalien, noch eine blaue Korn blumenfarbe, da hingegen die drey letztern in der Seifenauflö⸗

ſung gänzlich entfärbt wurden. Abermahls ein Beweis, daß der

Schweiß zur Befeſtigung der Farbe beytrug. Von drey andern in den Tapetenwirkereyen angewandten Sorten gekämmter Wolle aus Flandern, Holland und der Picardie, die mit der von ge⸗ ſunden Merinos zugleich gefärbt wurden, war die Farbe der letztern ſtets ſatter.

*) Hieraus werden ſich die Herren Okonomen belehren, wie wichtig es für den Ruf ihrer Wolle und ihren Credit iſt, jederzeit die Wolle von ihrem geſunden Vieh von jenem der Kranken und Sterblinge ſeparirt an die Fabricanten zu verkaufen, wenn ſie ſich nicht eines poſitiven, unverantwortlichen, ſchändlichen Betru ges wollen ſchuldig machen. Die Herren Fabricanten werden ſich ihrer Seits aber auch daraus belehren, wie vortheilhaft es iſt, bey einem redlichen Erzeuger von anerkannter Rechtſchaffenheit zu kaufen, ſtatt ſich auf gut Glück Mäklern und Speculanten in die Arme zu werfen.