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642. Obenerwähnte Schaffarbe wird auf folgende Art be⸗ reitet: Unter 4 Loth Theer wird ein Pfund Talg auf einem ge⸗ linden Feuer zuſammengeſchmolzen, und ſo viel Kohlenſtaub dar⸗ unter gemengt, bis die Farbe recht ſchwarz iſt. Sie wird etwas erwärmt angewendet.
Neun und dreyßigſtes Capitel.
Von der öͤkonomiſchen Sortirung der Wolle.
645. Um die Sortirung der Wolle zu erleichtern, müſſen die Abweichungen der einzelnen Schafe nach der Güte und Be⸗ ſchaffenheit ihrer Wolle in jeder, ja ſogar in der gleichartigſten Herde, und die Verſchiedenheit ihrer Wolle in Betreff ihrer Fein⸗ heit an jedem einzelnen Stücke in Claſſen eingetheilt, und jede Claſſe ein eigenes Unterſcheidungszeichen erhalten, indem oft kleine Abweichungen zum Behufe der Fabricate eine ſehr genaue Auswahl der dazu ſich am beſten eignenden Wolle erfordern.
644. Da eine gleichartig gewachſene Wolle die Seele für jedes ſchöne Fabricat iſt: ſo muß die Wolle der verſch iedenen Her⸗ den, z. B. Zweyſchaufler und Lämmer, von den übrigen Thier⸗ gattungen, nähmlich der Widder, Schöpſe und Mutterherden, claſſenweiſe geſchoren, und die Wolle auch, dieſen Claſſen gemäß, in beſondere Haufen, nach obiger Eintheilung abgeſondert wer— den, wodurch ein richtiges Fundament für das ganze Sortirungs⸗ geſchäft gelegt wird.
645. Wer auf dieſe Ordnung mit Pünctlichkeit hält, dem wird ſeine Mühe bey rationellen Fabricanten gut bezahlt werden, indem oft geringe Abweichungen in der Wolle zum Behufe der Fabricate eine kritiſche Auswahl der dazu ſich eignenden Wolle nothwendig machen, und der Sortirer zwar die Claſſen mit viel Genauigkeit in Anſehung der Feinheit ordnen, in Betreff einer ganz gleichen Länge und verſchiedenen Milde und Sanftheit der
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