202 Zuſaͤtze.
Dieſe reine Luft erzeugt mit dem getrennten Brennbaren neue fixe Luft, und dieſe dient zu einer neuen Quelle einer neuen Menge ſixer Luft, um die Pflanze zu ernaͤhren und die Reihe der zu ihrer Erhaltung und zur Reinigung der entzuͤndbaren Atmosphaͤre, mit der ſie umgeben iſt, noth⸗ wendigen Wirkungen zu erneuern.
Ddi entzuͤndbare Luft koͤnnte in den engen Gefaͤßen der Pflanze die Mittel, um die ſtarke Adhaͤſion ihrer Be⸗ ſtandtheile zu uͤberwinden, nicht antreffen; da doch indeſ⸗ ſen die mit dem Waſſer verbundene fixe Luft ſchon zu dem Punkte gelangt iſt, wo die Trennung ihrer Grundtheile eben vor ſich gehen ſoll, wie man dies in allen Waſſern wahrnehmen kann, welche reine Luft enthalten, und dieſe blos der Zerſetzung der fixen, welche darin durchgaͤngig im Ueberfluß vorhanden iſt, zu verdanken haben.
Eine wichtige Beobachtung, die ich uͤber den Ein⸗ fluß der entzuͤndbaren Luft auf das Gruͤnwerden der Pflan⸗ zenblaͤtter angeſtellt habe, wird hier durch eine faſt ana⸗ logiſche Beobachtung beſtaͤtigt. Herr Prieſtley fand, daß Pflanzen, die in dieſer Luftart vegetirten, ſehr ſchoͤn gruͤn gefaͤrbt waren, im Gegentheil aber, daß Pflanzen, welche in dephlogiſtiſirter Luft vegetieten, anfingen, zu verbleichen und bald abſtarben. Hieraus ergibt ſich fuͤr das von mir Geſagte ein neuer Beweis, daß das Brenn⸗ bare zum Gruͤn der Pflanzen weſentlich nothwendig iſt, und daß die fixe uft ihnen daſſelbe verſchaft.
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