Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1785)
Entstehung
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190 Sechſte Abhandlung.

kung der Luft und ihrer Feuchtigkeit die Gaͤhrung des Hol⸗ zes befoͤrdert, ſie zu ihrer Zerſtoͤrung mit beitragen, ja ſogar wie ich angemerkt, die Wirkung des Ein⸗ fluſſes des Achts auf ſie aufhalten muß. Unterdeſſen ver⸗ ſtatten dieſe Betrachtungen und Thatſachen mir nicht, zu zweiſeln, daß das Licht hierbei auch ſeine Rolle ſpiele, und daß dieſe ziemlich wichtig ſei.

So glaube ich z. B. daß das Licht das Abblaͤttern (exfoliation) der Hoͤlzer befoͤrdere, indem es die Adhaͤ⸗ ſion ihrer Blaͤtter Ckeuillets) durch ſeine Einwirkung auf das Harz, welches dieſe Blaͤtter verbindet, vermindert⸗ Auf ſolche Weiſe liefert das Licht den Weſpen die Mate⸗ rialien zu ihren Neſtern. Dieſe Inſekten hohlen ſie von Hoͤlzern, die der Sonne ausgeſetzt ſind, und beſonders von den Rinden der Baͤume. Daran ſitzt das graue etwas ins Schwarze oder Rothbraune fallende Haͤutchen. Wenigſtens hat alles duͤnne Holz, aus dem der Wein⸗ geiſt alles Harz ausgezogen hat, dieſe Farbe und die naͤmliche haben auch immer die Weſpenneſter. So⸗ nach vereinigt ſich die Wirkung des Lichts auf die Hoͤl⸗ zer mit der Geſchicklichkeit der Weſpen, Mauren und Wohnungen fuͤr ihre grauſamen Schwaͤrme aufzufuͤhren, und ihrem blutduͤrſtigen Geſchlechte Wiegen zu verſchaffen.

19. Farbe und innere Beſchaffenheit der Hoͤlzer ſchei⸗ nen die Einwirkung des Lichts auf ſie nicht zu beſtimmen.

Die Farbe der Hoͤlzer ſcheint auf die Wirkungen, die das Licht in ihnen hervorbringen kann, ſehr wenig Ein⸗ fluß zu haben. Zu denen, die noch am meiſten angegrif⸗ fen werden, gehoͤrt das Berberisbeerholz, welches gelb iſt, und das Schottendornholz, das eine hellbraune Far⸗ be hat. Das Fernambucholz, ſo roth iſt, und das Stechpal⸗

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