188 Sechſte Abhandlung.
theilen den Hoͤlzern die naͤmlichen Eigenſchaften mit; fer⸗ ner ſind die Tannenhoͤlzer, als die weißeſten und aus de⸗ nen der Terpentin herausgezogen worden, auch diejenigen, die vom lichte am wenigſten veraͤndert werden, endlich wird auch der Splint, der weniger Harz enthaͤlt, als das Uebrige vom Holze, weniger vom Lichte angegriffen, eben weil er weniger Harztheile hat.
Es erhellet alſo hieraus, daß das Licht hier als phlo⸗ giſtiſirender Koͤrper wirkt, es ſei nun, daß es das Brennbare aus dem Koͤrper, den es durchdringt, anzieht, oder daß es durch ſeine Verbindung zum Brennbaren des Koͤrpers wird. Dem ſei aber, wie ihm wolle, ſo verraͤth ſich die Gegenwart des ſich anhaͤufenden Brennbaren bei einigen Hoͤlzern durch die braune Farbe, welche ſie annehmen, ſo wie die Zerſtreuung des Brennbaren bei denen, die weiß werden. In allen beiden Faͤllen aber verbindet ſich das Licht; in einem Falle erſcheint es unter fixer Geſtalt, und im andern verfluͤchtigt es ſich mit dem Koͤrper, der ihm zum Grundſtoffe dient, und der es vielleicht zum Brenn⸗ baren macht.
So bald das Licht dieſe Verwandſchaft mit den phlo⸗ giſtiſirten Koͤrpern erlangt hat: ſo muß daraus eine Ver⸗ bindung entſtehen, die zu einer neuen Miſchung Gelegen⸗ heit geben kann, welche ſich in dem lebenden vegetabili⸗ ſchen Koͤrper, den ſie gruͤn faͤrbt, gleichſam figirt, oder welche den Koͤrper, mit dem ſie ſich verbindet, verfluͤchtigt, weil ſie von dieſem Grundſtoffe des Lebens, welcher ihre Zerſtreuung durch immer neue und leichtere Erſetzungen und Verbindungen verhindert, nicht weiter zuruͤkgehal⸗ ten wird. Vielleicht iſt die Gaͤhrung in ſehr ſchwachem Grade die Urſache dieſer geſchwinden Verbindung der Mi⸗ ſchungen? Vielleicht wird dieſe Gaͤhrung, die immer zu⸗ zunehmen ſtreben wuͤrde, durch die Reizbarkeit der Thei⸗ le der lebenden Pflanze gehemmt? Vielleicht bringt das
Licht
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