186 Sechſte Abhandlung.
26. Beobachtungen uͤber den Einfluß des Waſſers, des Weingeiſts und des Lichts, in Beraͤnderung des harzigen Theils der Pflanzen ſowohl, als auch desjenigen, deſſen Farbe vom Sonnenlichte veraͤndert wird.
Man bemerkt bald den gewaltigen Unterſchied, der zwiſchen der harzigen und der ausziehbaren Materie der Pflanzen ſtatt hat. Die zweite, welche den Weingeiſt nur wenig faͤrbt, faͤrbt das Waſſer am ſtaͤrkſten und ge⸗ ſchwindeſten.
Wenn das Berberisbeerholz und die Raſpelſpaͤne davon durch den Weingeiſt ihre faͤrbenden Theile beraubt worden ſind, ſo faͤrben ſie alsdann das Waſſer nicht mehr gelb, dagegen faͤrbt dieſes Holz und die Spaͤne davon, aus denen das Waſſer ihre faͤrbenden Theile herausgezo⸗ gen hat, den Weingeiſt ganz gelb. Das im Weingeiſte vorhandene Waſſer wird vielleicht mit den ausziehbaren Theilen geſchwaͤngert, und loͤßt ſie auf, oder der Wein⸗ geiſt wirkt auf dieſe gummichtharzigen Theile.
Hoͤchſt feine Raſpelſpaͤne vom Berberisbeer⸗ oder andern Hoͤlzern, die nach langem Stehen an der Sonne, — wobei ſie oft umgeruͤhrt worden,— ganz farblos ge⸗ worden ſind und ihr Gelb ganz verloren haben, faͤrben den Weingeiſt, in den man ſie thut, nicht weiter gelb, wenn ſie auf ſolche Art braun geworden ſind. Die Raſpelſpaͤne muͤßen aber auch ſo ſein, als nur immer moͤglich, ſeyn, weil ſonſt, wenn das Licht nicht das ganze Holz durchgaͤngig durchdringt, der gelbe Theil verſtekt bleiben, und den Weingeiſt gelb faͤrben wird.
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