Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1785)
Entstehung
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10 Zweite Abhandlung.

Dieſes Grasleder geht, wie alle andre Gewaͤchſe, wenn es abſtirbt, oder man ihm den unmittelbaren Ein⸗ fluß des lichts entzieht, aus dem Gruͤnen ins Gelbe uͤber. Iſt es aber blos bleichſuͤchtig, ſo nimt es ſeine grune Far⸗ be wieder an, wenn man es ans licht ſetzt, wie Herr Prieſtley beobachtet hat.

Weingeiſt auf dieſe Grasleder gegoſſen, faͤrbt ſie

ſchwach gruͤn, loͤſt alſo die dem Sewächſe weſentlichen Harzihelle auf, und die ſe gruͤnen Harze theile ſind es eben, velche das vegetirende Zellgewebe d eWlaͤtter, oder der Ninde, welche wie ich in der erſten⸗ Abhandlung zeigte, die Quelle der von nur gedachten Pflanzentheilen aus⸗

geſtoßenen Luft iſt, kurakeriſäee

ledern aus den vo in ten Bis aschen oder Koͤrperchen zu beſtehen, denn wenn dieſe Gewaͤchſe eingehen, ſo ver⸗

ſchwindet die gruͤne Farb be und man nimt nichts als ei⸗ nige iſehie 3 Blaͤschen wahr.

Sind dieſe Grasleder vertrocknet, und man ſeuch⸗ tet ſie Hieden an. ſo entdeckt man auch die Spuren des Zellgewebes bald wieder.

Es laͤßt ſich alſo, wie mirs jezt ſcheint, mit Zuver⸗ laͤßigkeit der Schluß folgern, daß dieſe gruͤne Marerie kein ens ſui generis, wie ſie Herr Prieſtley nennt, ſei, ſondern eine Pflanze, und zwar eine unter der Benennung beſtimmte, Conferua ceſpitoſa filis rectis vndique diuer- gentibus Halleri N. 2114.

Dieſe m eikroſkopiſchen Wieſen ſind auch mit ihren Herden bevoͤlkert, denn ich habe Gelegenheit gehabt, ei⸗ nige Thierchen auf ihnen wahrzaneh dmen, die darauf ihre Weide zu finden ſcheinen. Ihre naͤhere Unterſuchung

habe ich freilich nicht verfolgt, weil ſie nicht mit zu dem mir vorgeſte ekten Ziele gehoͤrten; ich glaubte aber doch, es ſei

Pflicht

Endlich ſcheint das gruͤne Zellgewebe in dieſen Gras⸗ or

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