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Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 223
phaͤre in reicherm Maaße vorhandenen Menge reiner Luft zuzuſchreiben? Wenigſtens weiß man, daß, zum Beiſpiel, die entzuͤndbare Luft ſich nicht anders entzůuͤn⸗· det, als wenn ſie mit einer gewiſſen Ouantitaͤt ge⸗ meiner Luft gemiſcht wird, und daß ſie um deſto ſtaͤrker verpuft, je reiner die ihr beigemiſchte gemeine Luft iſt.
Woher ruͤhrt es aber, daß die reine Luft die ſire aus der gemeinen faͤllt, ſo wie phlogiſtiſche Proceſſe ſie aus der reinen Luft niederſchlagen? Hierauf ant⸗ worte ich zuvoͤrderſt, daß dies eine Thatſache iſt, die keiner andern Erklaͤrung bedarf und dann muß ich die Bemerkung machen, daß ſich unaufhoͤrlich eine gewiſ⸗ ſe Menge fixer Luft aus der gemeinen niederſchlaͤgt; weil die gemeine Luft unaufhoͤrlich phlogiſtlſirte Materien, welche durch das Athemhohlen, Verbrennen ꝛc. frei wer⸗ den, aufnimint. Auch wird dieſer Niederſchlag um ſo haͤufiger erfolgen, je mehr Brennbares in die Luft uͤber⸗ gegangen ſeyn wird. Setzt man aber der gemeinen Luft, die nur ohngefaͤhr ein Viertel dephlogiſtiſirte enthaͤlt, eine neue Portion von dieſer reinen Luft, welche das Brenn⸗ bare ſo gern verſchlukt, zu; ſo iſt offenbar, daß eine ſehr ſchnelle Miſchung dieſer reinen Luſt mit dem hinzu⸗ kommenden Brennbaren erfolgen und daß folglich dieſe Miſchung zu gleicher Zeit einen Niederſchlag der fixen Luft bewirken muͤſſe.
Die Bemerkung, ſo man gemacht, daß die Seeluft ungleich reiner iſt, als die Landluft, ſcheint mir, diene meinen Ideen zu neuer Beſtaͤtigung. Aber woher ruͤhrt dieſer Umſtand? die Seeluft iſt eben ſowohl mit phlogiſti ſcher Luft gemiſcht, als die, welche wir athmen. Die fixe Luft ſchlaͤgt ſich darin ſo wohl nieder, als auf dem Erdboden Der Unterſchied ruͤhrt alſo von ihrer Ver⸗ wandſchaft mit dem Seewaſſer her. Dieſes verſchlukt die fire Luft nebſt dem Brennbaren,— das, ſo wie dieſe Luftgattung ſich niederſchlaͤgt, in deren Miſchung uͤbergeht,— und verſchaft dadurch den Seepflanzen Nahrung. Aber auch auf die Beobachtungen mit dem
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