Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 213
41. Endurſache dieſer Erſcheinung.
.. Es haben einige Weltweiſe der Philoſophie die Be⸗ . n trachtung der Endurſachen entziehen wollen. Den Scha⸗ den, den ſie dieſer Wiſſenſchaft zufuͤgen konnten, will ich hier nicht unterſuchen, noch begehre ich daran Theil zu nehmen, oder darunter zu leiden. Ich mag gern den Ewigen meine Betrachtungen vollenden ſehen, mag gern bei meinen Unterſuchungen Ihn mir nahe fuͤhlen. Die ſchon an ſich anziehende Erforſchung der Natur wird es noch mehr, wenn ſie uns die allmaͤchtige Hand ihres Schoͤpfers ſehen, wenn ſie uns einige Abſichten ſeiner unendlichen Weisheit bemerken, wenn ſie uns einige Betrachtungen uͤber Seine allgemeine und unaufhoͤrliche Regierung anſtellen und uns einige von den Mitteln, die Er zu unſerm Gluͤcke ſtets ſo vortreflich anwendet, entdecken laͤßt. Welche Wolluſt iſt es nicht, Dankbarkeit zu fuͤhlen, wenn man das Vergnuͤgen ſchmekt, welches die Betrachtung der geringſten Werke 5 des Allguͤtigen gewaͤhrt.
Ich weiß aber doch aicht, ob nicht der Naturforſcher in der Betrachtung der Endurſachen einen neuen Beweis fuͤr ſeine Beobachtungen ſinden ſollte? Werden wir eine Beobachtung, die uns den Zweck der Erſcheinung, der
„ wir nachſorſchen, darſtellt, nicht fuͤr eine zuverlaͤßigere
u Beobachtung halten? Dies iſt ſo wahr und ſo allgemein eingeſehen, daß alle Naturforſcher ſich vereinigen, die Ver⸗ kettung der Erſcheinungen unker einander darzuthun und iſt dieſe Kette wohl etwas anders, als der gegenſeitige Einfluß einer Erſcheinung auf die andre oder des Nu⸗ tzens, der daraus entſpringt?
Aus meinen Verſuchen erhellet, daß die Blaͤtter der Pflanzen viel Luft ausſtoßen, daß dieſe Luft, indem ſie ſich in der Atmosphaͤre mit dem in Leztrer vorhandenen Brennbaren vermiſcht, eine ziemliche Menge fixe Luft aus ihr niederſchlaͤgt und auf ſolche Weiſe die Menge der phlogiſtiſirenden Materien, die ſich beſtaͤndig mit der
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Noſtock, . Brunnenkreſſe,
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