Teil eines Werkes 
Erster Theil (1785)
Entstehung
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12 Erſte Abhandlung.

anlangt, mit einem ſehr geringen Unterſchiede die naͤm⸗ liche Menge uft ausſtießen, als die nur auf der untern Seite abgewiſchten und daß dieſe beiden Klaſſen von Blaͤttern etwas mehr Luft gaben, als die auf beiden Flaͤchen abgewiſchten und beinahe ſo viel als die unab⸗ gewiſchten.

Was aus dieſen Beobachtungen zu folgern iſt? Sie ſcheinen mir alle darauf hinaus zu laufen, uns zu lehren, daß man durch das Abwiſchen die Organiſation der aus⸗ fuͤhrenden Geſaͤße in Unordnung bringt, ihre Oefnun. gen verſtopft und der Luft die Ausgänge, welche ſie ha⸗ ben kann, verſchließt. Dies ſcheint ſich ganz naturlich erklaͤren zu laſſen, wenn man erwaͤgt, daß auf den mei⸗ ſten Blaͤttern, beſonders im Sommer des Morgens, eine ſchmierige Fettigkeit auf ihrer Oberflaͤche ausgebreitet liegt. Wiſcht man nun dieſe mit einem Pinſel ab, ſo ſtreicht man ſie uͤber den ganzen Umfang des Blatts weg, anſtatt daß, in den gewoͤhnlichen Faͤllen, die Feuchtigkeit an der Oefnung der Geſaͤße ſitzt, aus denen ſte dann heraustritt und durch die Waͤrme verdunſtet. Iſt aber dieſe Feuchtigkeit auf der Oberflaͤche des Blatts ausgebreitet; ſo erfuͤllt ſie alle Oefnungen der Gefaͤße und hindert den Ausgang der uft im Verhaͤltnis ihrer Menge. Iſt ſie ſehr reichlich vorhanden, ſo tritt nicht Eine Luftblaſe heraus, weil alle oͤcherchen ver⸗ ſtopft ſind; iſt ſie in mindrer Menge da, ſo werden einige Blaſen heraus fahren, weil noch verſchiedene Oef⸗ nungen frei ſeyn werden, und iſt von dieſer Feuchtigkeit ganz und gar nichts vorhanden, wie um 1. oder 2. Uhr Nachmittags gemeiniglich der Fall zu ſeyn pflegt; ſo geben die abgewiſchten ſo gut wie die unabgewiſchten beinahe gleich viel Luft.

Das Vergnuͤgen beinahe gleicher Erſcheinungen kann man ſich verſchaffen, wenn man Blaͤtter mit Waſ⸗ ſer, in dem ein wenig Honig oder Gummi auigect

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