Teil eines Werkes 
Vierter Band (1810) Lehrbuch der Nazional-Oekonomie / von Julius Gr. v. Soden
Entstehung
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Vehikel dieſer Mittheilung, die Schrift, dieſes ſchoͤne Band der Geſelligkeit, das die Weltbuͤrger der entfernteſten Zonen, an einander ruͤckt und kettet, ihr Intereſſe troz des weiteſten Zwiſchenraums verſchmilzt, die ganze gebildete Familie der Menſchheit in einen freundlichen Cyklus einigt, jedem einzel⸗ nen geſtattet, in der weiten Landſchaft des Lebens ſich froh zu ergehen, dieſes Vehikel muß der Nazional⸗Oekonomie heilig ſeyn. Heilig vorzuͤglich in ſtreng ethiſcher Hinſicht. Der Schriftwechſel knuͤpft die Bande der Freundſchaft, der Liebe, des Wohlwollens zwiſchen den Weltbuͤrgern, uͤber⸗ ſpringt jeden Raum, bewahrt die zarten Bluͤten der from⸗ ſten Regungen, mildert den Schmerz der Trennung, ver⸗ breitet Troſt und Heiterkeit, mit magiſcher Gewalt. Erhoͤhung der Poſttaxen uͤber die Adminiſtrationskoſten kann und muß wohl die Produkzion hemmen, muß wohl die

weltbuͤrgerlichen und Familienbande erſchlaffen; aber ſi ſie wird ihren Zweck nicht erfuͤllen.

542.

Das ausſchließende Recht der Lotto, Lotterien,

und Gluͤcksſpielinſtitute, ſcheinen die Regierungen ſich deswegen angeeignet zu haben, weil ſie, ohne mit den er⸗ ſten Grundſaͤzen der Geſezgebung eines civiliſirten Staats in Kolliſion zu kommen, dieſe Inſtitute außerdem nicht im Staate duldenkoͤnnten.

Wenn die Finanzgeſezgebung auch nicht zu Beſoͤrderung der Kultur, der Moralitaͤt und der Produkzion benuzt wer⸗ den kann; ſo muß ſie doch nicht die Sitten untergraben; ſie muß nicht den Hang zum Muͤßiggang und muͤhloſen Wohl⸗ leben gewaltſam aufregen, ſie muß nicht dadurch die Pro⸗

duktifkraft laͤhmen, die Quellen des Nazionalreichthums auf⸗

trocknen.

543.

Es giebt endlich unter den Staatsauflagen noch ein Mittel, den Staatsbedarf zu erholen: die Staats⸗

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