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Empoͤrte ſie auch nicht die heiligſten menſchlichen Empfin⸗ dungen, druͤckte ſie auch nicht dem Staatsbuͤrger das Brand⸗ mal der Sklaverey auf, muͤßte ſie nicht an ſich die Bevoͤlkerung hemmen, alſo den weſentlichſten Theil des Nazional⸗Vermoͤ⸗ gens, die Produktifkraft vermindern, waͤre ſie alſo nicht ſchon nach jenen Anſichten mit dem Nazional⸗Oekonomieprinzip un⸗
vereinbar, ſo wuͤrde ſie doch ihre Unrechtlichkeit ſchon dadurch
ausſprechen, daß die Staatsauflage nach ihrem reinen Begriſſe, nur in dem oͤkonomiſtiſchen Staatsantheile am Nazional⸗ Vermoͤgen beſtehen kann; die Exiſtenz des Staatsbuͤrgers aber an ſich kein Vermoͤgen iſt. 533.
Die vierte Gattung der direkten Auflagen iſt die Gewerbſteuer. 1
Der Staat erhebt von dem Produzenten fuͤr die Erlaub⸗ niß, die beſtimmte Gattung produktifer Kraft anzuwenden, eine
dem wahrſcheinlichen Ertrage dieſer Produktifkraft ange⸗
meſſene Abgabe. Der Grad dieſer Produktifkraft, alſo auch ihr Ertrag iſt unbeſtimmbar. Er wechſelt nach dem Grade der Faͤhigkeiten, des Kapital⸗
ſtoffbeſizes u. ſ. w. Indem alſo der Staat die Produktifkraft
und nicht das Produkt beſteuert, entſagt er der Berechnung des ihm gebuͤhrenden oͤkonomiſtiſchen Antheils am Nazional⸗Ver⸗ moͤgen; er nimmt entweder mehr oder weniger als ihm gebuͤhrt; er nimmt, wo noch nichts nehmbares erſchie⸗ nen iſt, er laͤhmt alſo die Produkzionskraft. Unbegraͤnzt iſt jenes der Fall bey einer unwandelbaren Gewerbſteuer. Eine allgemeine beſtimmte Gewerbſteuer wuͤrde alſo den Armen zum Vortheil des Reichen druͤcken.
Eine wandelbare Gewerbſteuer, in ſo ferne ſie ſich
nicht einzig an das Produkt haͤlt, alſo mit dem nazional oͤko⸗
nomiſtiſchen Auflagenſyſteme zuſammentrifft, muß die Produk⸗ zionskraft noch ſichrer entmuthen. 334.
Die fuͤnfte Gattung der direkten Auflagen iſt die
Renten⸗ oder ſogenannte Vermoͤgens⸗Steuer; die Er⸗
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