Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1785)
Entstehung
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196 Achtzehnte Abhandlung.

bindet, anſehen laſſen? Und ſollte die Saͤure der fixen Luft, welche die ſchwaͤchſte iſt, nicht die am ſtaͤrkſten phlogiſtiſirte ſeyn? Muthmaßungen kann man nicht genug vermehren, und, wenn ſie nicht abge⸗ ſchmackt ſind, bekannt machen; ſie koͤnnen zum wei⸗ tern Nachdenken Gelegenheit geben, und auf die Wahr⸗ heit fuͤhren, die man ſucht.

6) Eben ſo wird auch die entzuͤndbare Luft, welche von der Faͤulnis, wenn ſie zu Ende geht, hervorgebracht wird, erzeugt: denn da die entzuͤndbare Luft nichts an⸗ ders iſt, als dephlogiſtiſirte, welche auf eine gewiſſe Art mit einer groͤßern Menge von Brennbarem verbunden iſt, als jene in der fixen Luft vorhandene betraͤgt; ſo folgt,

daß wenn alle Theile der Pflanzen in ihrer groͤßten Tren⸗

nung ſind, alsdann die Saͤuren, welche verſchwin⸗ den, ihre dephlogiſtiſirte Luft fahren laſſen muͤſſen, die ſich hierauf ſogleich mit der großen Menge von Brenn⸗ baren, das ſich zu gleicher Zeit vom Pflanzenkoͤrper trennt, verbindet.

Was aber die Wahrſcheinlichkeit dieſer Idee ver⸗ groͤßert, iſt die Bemerkung, die ich im vorhergehen⸗ den Abſchnitte machte, als ich die luftartigen Produkte, die man durch Zerlegung mittelſt des Feuers erhaͤlt, be⸗ ſchrieb. Es ward gezeigt, 1) daß bei einer Waͤrme von 500 man nichts als ſixe Luft erhalte, das heißt, ein Ge⸗ miſch der in der Pflanze vorhandenen reinen Luft mit dem Brennbaren, das ſie verlaͤßt, 2) daß wenn die Waͤrme ſo zunimmt, daß ſie alles aufloͤſt, man eine entzuͤndbare Luft bekomme, welche in einer Verbindung der reinen, von der zerſtoͤrten Saͤure getrennten, Luft mit dem Brenn⸗ baren aus dem oͤligen oder harzigen Theile, das davon geht, beſteht.

. 8) Sollte ſich endlich hieraus nicht erklaͤren laſſen, wie die Koͤrper die ungeheure Menge Luft, die ſie, theils beim