6 Siebende Abhandlung.
ſtellt, der mir buͤndiger zu ſeyn ſcheint. Ich habe mir Roͤhren von uͤberzinnten Eiſenblech machen laſſen, davon einige nur an einem Ende offen waren, andre aber an den Seiten perpendikulare Einſchnitte hatten, durch die man 3— 4 Anien breite Streiffen von Blech nach Belieben hin⸗ und herſchieben und ſonach mehr oder weniger,— aber doch immer nur ſehr wenig,— Licht konnte einfallen laſſen. Ich ſtellte daher meine Flaͤſchchen mit der vorge⸗ ſchriebenen Quantitaͤt gruͤner Tinktur unter dieſe Roͤhren, welche auf dem Fenſter ſtanden, und nahm wahr, daß die Tinktur in denen, unter den ganz verſchloſſenen Roͤhren ſtehenden, Flaͤſchchen gar keine Veraͤnderung litt, daß aber in den andern das Einſtroͤmen der gruͤnen Tinktur mit der Menge des auf ſie wirkenden Lichts in beſtaͤndigem Ver⸗ haͤltniß ſtand.
Aber nicht das unmittelbar auffallende Sonnenlicht allein hat das Vermoͤgen, dieſe Veraͤnderung zu bewir⸗ ken, ſondern das von einem bewoͤlkten Himmel herabfal⸗ lende Licht thut das naͤmliche, obgleich allerdings wahr iſt, daß anſtatt die gruͤne Farbe der Tinktur in 20 Minuten zu zerſtoͤren, es 8— 10 Stunden lang darauf wirken muß, indeß faͤngt man nach Verlauf einer Stunde doch ſchon an, eine ziemlich merkliche Veraͤnderung zu ſpuͤren. Ich machte dieſen Verſuch im Winter mit einer Tinktur, die mittelſt des Weingeiſts aus Narziſſenblaͤttern ausge⸗ zogen war.
Vom Mondlichte und dem Lichte einer Kerze hat mirs
nicht geſchienen, daß ſie eine merkliche Veraͤnderung in der gruͤnen Tinktur erzeugt haͤtten.
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