208 Zweiter Abſchn. Von Anlage u. Conſtruct. ſolcher Gebaͤude,
Die Jalouſien b ſind in Fig. 121 C und D im Proofil nach einem groͤßern Maß⸗ ſtabe vorgeſtellt, um zu zeigen, wie ſolche mit dem eiſernen Hebel d auf und nieder ge⸗ klappt und mit dem eiſernen Buͤgel g efeſtgeſtellt werden koͤnnen. Indem naͤhmlich die Jalouſien⸗Bretter an ihren Enden mit eiſernen Wellzapfen in der Zarge feſt liegen, und an der innern Kante der Brettchen, mitten im Fenſter, eine ſchwache, eiſerne Stange kg mit den Bretrchen bewegbar, der Hebel d aber an eines der Brettchen unbe⸗ wegbar befeſtigt iſt, werden, wenn man den Hevel d in Fig. O herunter druͤckt, ver⸗ mittelſt des Eiſens kg ſaͤmmtliche innere Kanten der Brettchen herunter gedruͤckt, wo⸗ bei die Brettchen ſich in etwas um ihre Wellen in der Zarge drehen, und hierdurch ſammtliche Brettchen in die horizontale Lage Fig. D geſtellt.
Der Buͤgel ge, welcher bei g an das gedachte Eiſen fg mit einem Gewinde be⸗ feſtigt iſt, laͤuft alſo beim Auf⸗ und Zuklappen der Brettchen mit hinauf oder herunter, weshalb derſelbe auch gebogen iſt. Um die Ialouſien in ihrer auf oder zugeklappten Lage feſt ſtellen, oder verſchließen zu koͤnnen, befinden ſich in dem Buͤgel zwei Loͤcher in ſolcher Entfernung von einander, daß, vermittelſt des einen derſelben, bei Fig. D und eines Zapfens auf dem Lattenbrette, die Jalouſien⸗Bretter horizontal geſtellt, und mit dem zweiten Loche im Buͤgel bei i Fig. C in ihrer herunter geſchlagenen Stel⸗ lung auf dem erwaͤhnten Zapfen im Lattenbrette befeſtigt werden koͤnnen.
Dergleichen Fenſter befinden ſich an den vier Umfaſſungsmauern, und zwar alle⸗ mahl eines zwiſchen zwei Bindern, mithin in 16⸗ bis 17 fuͤßigen Entfernungen aus einander.
Die gewoͤhnlichen Lukenthuͤren in Magazinen werden vom Zimmermann oder vom Tiſchler, von gehobelten Tiſchlerbrettern, mit aufgenagelten, beſſer aber mit ein— geſchobenen Leiſten gemacht. Dieſe Leiſten muͤſſen ſich allemahl inwaͤrts befinden, da⸗ mit der Regen ſie nicht treffen und durch das Eindringen in die Fugen der Leiſten zu bald ein Verfaulen derſelben bewirken kann. Werden die Luken nach außen aufſchla— gend angelegt, ſo muß kein Falz dazu in den hoͤlzernen Stielen gemacht werden, ſondern die Luken muͤſſen flach gegen die aͤußere Flaͤche der Fronte anſchlagen, weil ſonſt in dem untern Falze das Waſſer ſich aufhalten und Faͤulniß verurſachen moͤchte. In maſſiven Fronten kann aber fuͤglich ein Falz gemauert werden, wenn nur die untere Seite des Falzes ſchraͤg ablaufend geputzt wird.
Der Beſchlag daran beſteht, wenn ſie einfluͤglicht ſind, außer den Baͤndern und Haͤſpen, in einem Ankettel oder Riegel inwaͤrts, und in einem Sturmhaken auswaͤrts, welcher die Luke, wenn ſie nach außen aufſchlaͤgt und offen ſteht, feſt haͤlt, damit ſie der Wind nicht zerſchlagen kann. Eben dieſe Sturmhaken ſind auch bei zweifluͤglich⸗ ten


