Teil eines Werkes 
2: Über Wolle im Allgemeinen und über die Englischen Vließe insbesondere. 2
Entstehung
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kein Boden auf Erden Schrecken ein. Und laßt ihn nach ſcmn d

ſeiner Art leben, nach der Weiſe, in der er aufgezogen wwiſhe iſt; gebt ihm die Ausſicht auf etwas Milch und auf eine cben kleine Kartoffel⸗Ernte, und es wird unter der Sonne Ic eri niemand mehr thun und mehr dulden, um ſich ſein Aus⸗ einen d kommen zu erwerben als er. Uebrigens wird man als diſtn eine unabaͤnderliche Regel finden, je mehr Menſchen auf wortete einem ebenen artbaren Lande ſind, deſto beſſer iſt der Bo⸗ nrenzen den, und deſto mehr Renten werden bezahlt, waͤhrend Doctor deſſen ſich gerade das Gegentheil auf einem gebirgigen gät Weide⸗Lande findet. vollkor Ehe wir weiter in dieſen Gegenſtand eingehen, wol⸗ nen, len wir, wie der Prediger ſagt, ein wenig ſtehen bleiben hebrit und verſuchen, einen Begriff von den Sitten und Gebraͤu⸗ Hiten chen der urſpruͤnglichen Hochlaͤnder zu geben. Ich ver⸗ dem ſtehe darunter die niedere Volksclaſſe, denn ſie ſind gegen⸗ zet waͤrtig in zwei abgeſonderte Claſſen, um nicht Arten(spe- da cies) zu ſagen, getheilt. Die vom erſten Rang ſind ahe ſicherlich die wohlerzogenſten, gebildetſten und feinſten be Menſchen, die irgend ein Land unter Brittiſcher Herr⸗ ſchaft bewohnen, waͤhrend die andern die roheſten und 94 gemeinſten in ihrem Aeußern, ihren Sitten und ihrer Le⸗ 4 bensweiſe ſind, die man ſich nur denken kann. Sie ſind 6 uͤbrigens mit ſtarken und warmen Leidenſchaften und Nei⸗ 1 gungen begabt, treu gegen einander, folgſam gegen ihre in Vorgeſetzten, aber oft der Verſtellung und Falſchheit ge⸗ 1 gen Fremde ſchuldig. 3 Dieß ſchien mir ihr allgemeiner Charakter zu ſeyn; 1 aber im Puntte der Maͤßigkeit und des Ausharrens unter Beſchwerden iſt ſicherlich ein ſehr großer Unterſchied zwi⸗ 1

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