Teil eines Werkes 
2: Über Wolle im Allgemeinen und über die Englischen Vließe insbesondere. 2
Entstehung
Einzelbild herunterladen

322

thuͤmliche Zartheit ihres Haars einigen der aͤlteſten Wollſorten Großbrittanniens mittheilen, Die Einfuͤhrung der Merino⸗ Race in einigen Theilen dieſer beruͤhmten Weiden, die fuͤr Schafe ſo guͤnſtig, fuͤr eine Claſſe von Tuchmachern aber ſo ſehr ein Gegenſtand der Furcht ſind, wird in kurzen zur Genuͤge zeigen, ob der Fehler in der Wolle gaͤnzlich von dem Boden herruͤhre, oder zum Theil von der Conſtitution des Thiers, ob ihm durch die Erzeugung einer groͤßeren Menge Dotters und eines geſchloſſeneren Pelzes, den natuͤrlichen Folgen einer Vermiſchung mit der Spaniſchen Race, ent⸗ gegen gearbeitet werden koͤnne, oder ob die Vermengung verſchluckender Erdarten mit dem im Wachsthum be⸗ griffenen Haar die beſte Art Vließe in einen unvollkom⸗ menen Stapel umwandle und eine der ausgezeichnetſten Eigenſchaften der Wolle zerſtoͤre.

§. 119. Maͤrkte und Gebraͤuche.

Hier werden, ſo wie in den oͤſtlichen Theilen des Reichs, die Vließe nach dem tod gewogen; in Suſſex aber betraͤgt er zwei und dreißig Pfund ſtatt acht und zwanzig, welches die urſpruͤngliche und in jedem, Langwolle lie⸗ fernden Bezirk angenommene Zahl iſt. England hat von Flandern viele Kunſtausdruͤcke, deren ſich die Tuchmacher und die Wollhaͤndler bedienen, und manche in ihren Ge⸗ werbszweigen herrſchende Gebraͤuche angenommen; aber beſonders in dem ſuͤdoͤſtlichen Theil verrathen dieſe ihren urſprung am ſtaͤrkſten und deuten, wie zu erwarten ſtand, eine engere Verbindung zwiſchen dieſem Theil Großbrittanniens und dem alten Sitz der Wollen⸗Manu⸗ factur an. Bloß in dieſen Gegenden iſt das tod gebraͤuch⸗