Teil eines Werkes 
2: Über Wolle im Allgemeinen und über die Englischen Vließe insbesondere. 2
Entstehung
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beſſerung machte, ſo lange die Landwirthe ſich damit be⸗ V nach gnuͤgten, dem Beiſpiel ihrer Vorfahren zu folgen, und Alg nicht unterſuchten, ob ihr Verfahren von Vernunft und ro Wiſſenſchaft gebilligt wuͤrde. Mehrere Jahrhunderte ſtan hindurch ſcheint man es bequemer gefunden zu haben, die Eta Wolle von Lincolnſhire nach Suffolk einzufuͤhren, als eine gew Veraͤnderung mit dem Schafſtamm der Grafſchaft vorzu⸗ den. nehmen, und unter den Landwirthen ſtand keiner auf, der V ſüͤdl Kenntniß oder Muth genug gehabt haͤtte, ein von dem dde ſeiner Gewerbsgenoſſen abweichendes Verfahren anzuwen⸗ der den. Aber die Worſted⸗Manufactur iſt in dieſer Graf⸗ den ſchaft jetzt ſo ſehr in Verfall gerathen, und die Nach⸗ V ert frage nach kuͤrzeren Vließen ſo ſehr geſtiegen, daß der in ſich dieſem Theil des Reichs erzeugte Stapel wahrſcheinlich ver noch weit mehr von dem, welcher da verarbeitet wird, hin abweichen mag. ſch wa

§. 112.°) Cambrlogeſhire. V

Gehen wir von hier nach Cambridgeſhire, ſo V di bemerken wir Spuren von derſelben Schafrace; aber ihre va charakteriſtiſchen Kennzeichen ſind mit denen der benach⸗ ſii barten Bezirke vermengt, und das Thier iſt ſehr ausgeartet. V ſi Das alte Schaf in den hoͤheren Theilen dieſer Grafſchaft b Ha war ein ſchlecht geſtaltetes und halb verhungertes Geſchoͤpf, V 6 mit einigen ſchwarzen Flecken auf Geſicht und Beinen, und V gei mit grauen Haaren unter der Wolle. Das Haar war viel 3 en kaͤnger und groͤber als die Wolle von der reinen Norfolk⸗ Da Zucht, der Stapel war oft oben ſehr ſpitzig und unten V habe mangelhaft. So wenig, wie nach den anerkannt guten und

Eigenſchaften der Carcaſſe, ſtrebten die Schaͤfereibeſitzer