Vorbericht.
Freundes zu uͤbergeben: denn es iſt bereits eine neue Schrift von Heren Kirwan unter der Preſſe, worin er die Verwandſchaft der mineraliſchen Saͤuren mit faſt allen aufloͤsbaren Koͤrpern an— zeigt, und die Grade derſelben in Zahlen angiebt. Um die Menge des Phlogiſtons in den Metallen zu beſtimmen, bedient er ſich des ſalpetrigen Ar⸗ ſenickkoͤnigs, weil man dieſen am vollſtaͤndigſten dephlogiſtiſiren kann: auſſerdem gruͤndet er ſich auch ſtark auf Herrn R. Bergmann's Verſuche. Er zeigt darin auch, daß die Saͤuren eine ſtaͤr⸗ kere Verwandſchaft mit den Metallen haben, als mit den fixen Laugenſalzen; und auf welchem Grunde die doppelten Verwandſchaften beruhen. Die Urſach, warum der vitrioliſirte Weinſtein durch die Salpeter⸗ und Salzſaͤure zerlegt wuͤrde, beruhe auf der ungleichen Faͤhigkeit der Saͤuren, das elementariſche Feuer in ſich zu erhalten: dis Vitriolſaͤure koͤnne mehr von demſelben enthal⸗ ten, als die Salzſaͤure; and dieſe wieder mehr, als die Salpeterſäure. Nach dieſer Abhandlung haben wir noch eine andre zu erwarten, in wel— cher die Verwandſchaft der ſixen Luft mit andern Koͤrpern, und ihre Grade auch in Zahlen be⸗ ſtimmt ſind, und wo ſich die Gruͤnde mancher beſondern Erſcheinung, z. B. die Zerlegung des Kochſalzes durch Eiſen und Kalch, deutlich erge⸗ ben werden. Bis dahin empfehle ich meinen Freund und ſeine Schrift, ſo wie auch mich, dem guͤtigen Wohlwollen aller wahren Freunde einer aufgeklaͤrten Scheidekunſt. Helmſtaͤdt den 18ten April 1783.
Verſuche


