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Von Niederſchlaͤgen von und durch Quekſilber.
O'la der Unterſchied zwiſchen den ruhenden und zerſetzenden Kraͤften ſehr gering iſt; ſo wird doch Quekſilber aus der Vitriol ure durch Kupfer geſchwind niedergeſchlagen, weil die Anzie⸗ hung des Quekſilberkalchs zu Phlogiſton ſehr ſtark iſt; und ein in dem Kupfer enthaltener, ſehr gerin⸗ ger Theil davon, iſt hinlaͤnglich es wieder zu be⸗ leben.
Silber ſchlaͤgt das Quekſilber aus der Vitriol⸗ ſaͤure nicht nieder, es ſey denn, daß es Kupfer ent⸗ hoͤlt; und dann ſchlaͤgt es ſolches nieder: jedoch wenn Silber und mineraliſcher Turbith deſtilliret werden; ſo gehet das Quekſilber in ſeiner metalliſchen Geſtalt uͤber, Wenzel 42;) weiches beweiſet, daß die Verwandſchaft des Quekſilberkalchs durch Hitze vermehret wird. Der Unterſchied zwiſchen den ru⸗ henden und zerſetzenden Kraͤften iſt in der That ſehr geringe. Silber ſchien mir Quekſilber aus der Sal⸗ peterſaͤure, wiewohl ſehr langſam, niederzuſchlagen, wenn die Aufloͤſung mit Hitze gemacht und nicht uͤberſaͤttigt war; aber wenn die Aufloͤſung des Quek⸗ ſilbers ohne Hitze geſchehen war, ſo wurde es gar nicht niedergeſchlagen. Auf der andern Seite ſchlaͤgt Quekſilber das Silber aus dieſer Saͤure nieder; nicht wegen des Uebergewichts der gewoͤhnlichen zerſetzen⸗ den Kraͤfte; ſondern wegen der Anziehung des Quek⸗ filbers


