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ſtark iſt, ſo enthaͤlt die Fluͤßigkeit nicht Feuer genug
um das Phlogiſton in eine luftige Geſtalt zu brin⸗
gen, und das Metall in eine Fluͤßigkeit zu verwan⸗ deln. Eben daſſelbe wuͤrde wahrſcheinlich in Ruͤck⸗ ſicht auf das Quekſilber bemerkt werden, wenn es nicht ſchon in einem fluͤßigen Zuſtande geweſen waͤre.
Stahl hat auch bemerkt, daß ſie in Aufloͤſung des
Silbers ſehr wenig Hitze, und in Aufloͤſung des Bleys oder Quekſilbers gar keine hervorbringt*). Dieſes iſt leicht zu erklaͤren, da wir nun wiſſen, daß Silber nur wenig, und Bley viel weniger Phlogi⸗ ſton enthaͤlt; da die Hitze offenbar, nach dem durch Dr. Crawford entdeckten Geſetze, durch die Ver⸗ einigung des Phlogiſtons mit der Saͤure hervorge⸗ bracht wird: denn metalliſche Kalche erzeugen keine Hitze. Was das Quekſilber betrift, iſt die Bemer⸗ kung nicht ganz richtig; denn deſſen Aufloͤſung iſt mit Hitze vergeſellſchaftet, wie Hr. Lavoiſier an⸗ gemerkt hat, 1 Lavoiſ. 248.
*) Stahl uͤber die Salze 168.


